Churer Grosskontrolle in einer lauen Herbstnacht
Eine laue Herbstnacht liegt über der Stadt. Der Vollmond steht am Himmel und die Churer Strassen sind stark befahren. Perfekter Zeitpunkt für die Stadtpolizei Chur an diesem Freitagabend eine Grosskontrolle beim Werkhof durchzuführen. Beamten mit orangen Westen ziehen ein auffälliges Auto nach dem anderen zu sich. Der Werkhof verwandelt sich an diesem Abend zu einem ungewollten Mekka für getunte Autos und stinkt so stark nach Abgas, als wäre man gerade mitten auf einer vielbefahrenen Strasse in Peking.
Vor Ort ist auch Emil Gartmann, Abteilungsleiter von Verkehrs und Sicherheitspolizei der Stadt Chur: «Die Fahrzeuge werden in Empfang genommen, bekommen ein Kontrollblatt und werden zu den Kontrollboxen hingewiesen», erklärt er gegenüber Viviane Batiste von Radio Südostschweiz. Für eine genaue Kontrolle braucht es mehr als nur einen Polizisten. Das fällt einem vor allem auf, nachdem ein Fahrzeug besonders laut ist.
Katalysator ausgetauscht
Nach einer Standardkontrolle sind die Polizisten fündig geworden. Das Auto muss also auf den Lift. Dort entdecken die Beamten, dass der Lenker hinten an seinem Auto etwas geändert hat. Grund für den Lärm war das Fehlen seines Katalysators. Dieser hatte er durch ein normales Rohr ersetzt. «Dementsprechend ist das Auto lauter und erfüllt somit die Abgasvorschriften nicht mehr», sagt Gartmann.
Trotz Verstoss darf der Fahrer unverändert nach Hause fahren. Er muss aber das Rohr ersetzen. Mit einem lauten Karacho verabschiedet er sich von den Polizisten.
Innerhalb von drei Stunden wurden an diesem Abend 31 Personen kontrolliert. Einige müsse mit einer Verzeigung rechnen. An elf Auto hatte die Polizei etwas zu beanstanden. Ein kontrollierter Autofahrer floh gar mit überhöter Geschwindigkeit und wollte sich so der Kontrolle entziehen. Alle Detail dazu: