Christine-Brand-Verfilmung: «Die Fans werden genau hinschauen»
Ab dem heutigen Sonntag ist die neue SRF-Serie «Blind» im Fernsehen zu sehen. Im Vorfeld der Premiere am Zurich Film Festival spricht das Regieduo über die erfolgreiche Buchvorlage, grosse Emotionen und gestalterische Freiheiten.
Eine Frau in einer Bar, ein Schrei, ein Durcheinander und kurze Zeit später sitzt der blinde Barkeeper mit blutigem Hemd bei der Polizei. Gleich mit der ersten Szene ist der Ton der neuen, sechsteiligen SRF-Serie «Blind» gesetzt.
Was ist mit der Frau geschehen, die geschrien hat? Ist der blinde Nathaniel (Sven Schelker) mehr als nur ein Zeuge? Seine langjährige Freundin, die Journalistin Milla Nova (Lia von Blarer), und der eben zum Kriminalkommissar beförderte Sandro Bandini (Nicola Perot) versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen.
Regie geführt bei der Verfilmung des gleichnamigen Romans der Schweizer Autorin und Journalistin Christine Brand haben Barbara Kulcsar («Die goldenen Jahre») und Christian Johannes Koch («Spagat»). Für beide waren die Werke der Berner Schriftstellerin Neuland.
«Kommunikation ist das A und O»
«Bei einem solchen Volumen ist es normal, dass das zu zweit gestemmt wird», sagt Koch im Gespräch mit Keystone-SDA. Aus den USA kennt man das System der Showrunner, die als Hauptautoren und Produzenten alles zusammenhalten. Diese Rolle gewinnt hierzulande an Bedeutung, ist aber noch nicht gang und gäbe. Kulcsar und Koch haben die sechs Episoden nicht aufgeteilt, wie das bei anderen Produktionen der Fall ist, sondern die Serie als Ganzes gemeinsam verantwortet.
Obwohl sich Koch und Kulcsar vorher nicht kannten, habe von Anfang an alles geklappt, sagen beide. Der Hauptgrund dafür: Kommunikation. «Sie ist das A und O», so Kulcsar. «Wir haben uns über alles ausgetauscht und rasch eine gemeinsame inhaltliche und gestalterische Ebene gefunden.»