Gigi vo Arosa: Der charismatische Skilehrer und der Kult-Hit
Ines Torellis Stimme erklingt wohl auch heute noch im einen oder anderen Kinderzimmer: Als Prinzessin, Hexe oder Fee in einem der vielen legendären «Kasperlitheater»-Hörspiele, die sie zusammen mit Jörg Schneider und Paul Bühlmann aufgenommen hat. Die 2019 verstorbene Schauspielerin bleibt aber auch als Theaterschauspielerin unvergessen. Auch Musik machte die gebürtige St. Gallerin. Und hier sind wir schon beim Thema: Der von ihr gesungen Hit «Gigi vo Arosa» feierte jüngst sein 50-Jahr-Jubiläum.Reisen wir also zurück ins Jahr 1975. Es war die Zeit, in der sich Schweizer Skigebiete zunehmender Beliebtheit erfreuten. Logisch, waren auch die Skischulen gut besucht.
Der Beruf des Skilehrers wurde regelrecht zu einem Traumjob stilisiert: Der charmante Sunnyboy, der mit braun gebranntem Gesicht und keckem Lächeln seinen Schülerinnen den Kopf verdrehte. Zugleich waren die 70er-Jahre auch die Zeit der sogenannten «Schweizer Unterhaltungsmafia», die in Funk und Fernsehen sowie auf der Theaterbühne für Begeisterung sorgte. So erstaunt es nicht, dass sich diese «Mafia» vom Schneesport-Virus anstecken liess und ein passendes Lied herausbrachte: Der «Gigi vo Arosa», ein humorvoller Mundart-Hit, der das Leben auf der Piste besingt.
Vom Französischen ins Schweizerdeutsche
Der Text stammt aus der Feder des bekannten Theaterautors Hans Gmür – ein gebürtiger Bündner übrigens. Die Melodie allerdings wurde übernommen, und zwar vom Originalsong «Gigi l'amoroso», interpretiert von der italienisch-französischen Sängerin Dalida. Die Schweizer Version wurde – wie erwähnt – von Ines Torelli eingesungen. Sie war aber nicht das einzige Mitglied der «Unterhaltungsmafia», das am Song beteiligt war: Produziert wurde das Lied nämlich vom Trio Eugster.