CDU-MV-Chef Peters tritt ab – Amthor soll vorerst übernehmen
Nach dem Ausscheiden der CDU aus dem Landtag in Mecklenburg-Vorpommern ist Spitzenkandidat Daniel Peters als Landesvorsitzender zurückgetreten.
Übergangsweise soll der Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bundeskanzleramt, Philipp Amthor, den Landesverband kommissarisch führen. Auch CDU-Generalsekretärin Katy Hoffmeister trat ab. Peters sagte nach einem Treffen des CDU-Landesvorstands in Schwerin, er sei froh, dass der Vorstand seinem Vorschlag zugestimmt habe.
Peters: Fernbleiben in Berlin war mit Merz abgestimmt
Für ihn gehöre es zu einer verantwortungsvollen Politik, persönliche Konsequenzen zu ziehen, betonte Peters. «Ich bin mir sicher, dass die CDU Mecklenburg-Vorpommern auch in Zukunft, auch wenn wir jetzt nicht dem Landtag angehören werden, eine tragende Rolle spielen wird.»
Es war der erste öffentliche Auftritt von Peters nach der Auszählung der Stimmen zur Landtagswahl, bei der die CDU im Nordosten nur noch 4,9 Prozent erreicht hatte. Die CDU verpasste damit erstmals den Einzug in ein Landesparlament in der Bundesrepublik.
Peters war «am Tag danach» weder ins Konrad-Adenauer-Haus nach Berlin gekommen, noch stellte sich Generalsekretärin Hoffmeister der Landespressekonferenz im Schweriner Schloss. Dies sei aber nicht als Affront gegenüber den Gremien der Bundespartei zu verstehen, sagte Peters. «Auch kein Affront gegen Friedrich Merz. Ganz im Gegenteil: Ich habe das mit ihm so abgestimmt», sagte er mit Blick auf den Kanzler und CDU-Bundesvorsitzenden.
Für ihn sei es wichtiger gewesen, mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landtagsfraktion zu sprechen, die nun eine neue berufliche Perspektive bräuchten, so Peters.