Campus der Fachhochschule in Chur nimmt Form an
Die Arbeiten auf der Baustelle des neuen Campus der Fachhochschule (FH) in Chur GR schreitet voran. Der Spatenstich für das 178 Millionen Franken teure Gebäude erfolgte vor anderthalb Jahren. Der Abschluss der Arbeiten ist für 2028 geplant.
Die Baustelle an der Pulvermühlestrasse 68 in Chur ist ein Labyrinth aus Gerüsten. Drei grosse Kräne ragen am Rohbau empor. Derzeit laufen die Arbeiten am Rohbau, die bis zum Herbst abgeschlossen sein sollen. Noch dominieren Stahl und Beton, doch später wird Bündner Holz dem Gebäude Wärme verleihen.
33 Gemeinden haben 5500 Fichtenbalken zur Verfügung gestellt, die von acht Sägewerken verarbeitet wurden. «Es war ein anspruchsvoller Weg», gab der Leiter des kantonalen Hochbauamtes, Andreas Kohne, gegenüber Keystone-SDA zu. Die heutige Besichtigung war laut Kohne eine Möglichkeit, die Arbeit und die enge Zusammenarbeit der gesamten Bündner Holzkette zu würdigen.
Eines der grössten Bauprojekte Graubündens
Der Neubau gehört zu den grössten Bauprojekten des Kantons. Im Jahr 2021 vergab die Regierung die Planung des neuen Campus an das Architekturbüro Giuliani Hönger Architekten aus Zürich. «Unser Büro hat bereits das Fachhochschulzentrum FHS in St. Gallen und die Fachhochschule Sihlhof in Zürich gebaut», erklärte der Architekt Patric Barben. Die Planer haben ihre früheren Erfahrungen in dieses Projekt eingebracht, auch wenn sich die Zeiten inzwischen geändert haben. «Im Bereich der Nachhaltigkeit sind wir heute viel weiter als noch vor 10 bis 15 Jahren. Deshalb ist jedes Gebäude einzigartig.»
Das Innere des Campus wird durch helle Innenhöfe geprägt sein, die Begegnungen und Interaktionen zwischen den Studierenden fördern sollen. Heute zählt die Hochschule rund 2000 Studierende, von denen 80 Prozent von ausserhalb des Kantons stammen. Die unterschiedlich grossen Hörsäle und Unterrichtsräume sollen verschiedene Lehrformen unterstützen. Im Aussenbereich entsteht ein Park mit einem Platz und einem Hof.
Der neue Campus wird Lehre und Forschung der Zukunft an einem einzigen Ort zusammenführen. Heute sind die Unterrichtsräume auf fünf Standorte und neun Gebäude in der Stadt Chur verteilt.