Bundesamt warnt vor Datenklau bei Essenslieferdiensten
Kreditkartendaten statt Abendessen: Betrüger haben die Bezahlseite eines Essenslieferdienstes manipuliert. Das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) warnt vor der als «Skimming» bekannten Betrugsmasche und gibt Tipps, wie man sich schützen kann.
WIE GEHEN DIE BETRÜGER VOR?
Die vom Bacs angeführten Angreifer schleusten einen schädlichen Code in die legitime Webseite des betroffenen Anbieters ein. Dieser Code ersetzte die ursprünglich angebotene Bezahlmethode Twint durch eine gefälschte Option für «Kreditkartenzahlungen». Wählten die Kunden diese Option aus, öffnete sich ein Pop-Up-Fenster zur Eingabe der Kartendaten. Auffällig war dabei laut dem Bacs, dass die Beschriftung auf Englisch war, obwohl die restliche Seite auf Deutsch war.
Die eingegebenen Daten wurden direkt an die Betrüger übermittelt. Um keinen Verdacht zu erregen, erschien danach eine Fehlermeldung. Diese besagte, die Kreditkartenzahlung sei noch in einer Testphase, und die Kunden sollten stattdessen Twint benutzen.
WAS IST DER UNTERSCHIED ZU PHISHING?
Bei dieser als «Skimming» bezeichneten Methode werden Daten auf einer echten Webseite gestohlen. Dies im Gegensatz zum Phishing, bei dem jeweils gefälschte Webseiten zum Einsatz kommen.
WIE SCHÜTZE ICH MEINE WEBSITE?
Ohne Spezialwissen ist es laut dem Bacs «sehr schwierig bis unmöglich», eine solche Manipulation zu durchschauen. Umso wichtiger sei es darum, dass Webseiten- bzw. Shop-Betreiber ihre Verantwortung wahrnehmen, um die Kunden zu schützen und ein sicheres Einkaufserlebnis zu garantieren.