Büroimmobilienmarkt steht wegen KI vor nächster Hürde
Die Nachfrage nach Büroflächen hat sich trotz Homeoffice wieder erholt. Doch nun steht mit KI die nächste Herausforderung vor der Tür. Die Raiffeisen-Ökonomen rechnen deswegen mit einem spürbaren Nachfragerückgang in den nächsten fünf Jahren.
Die Anzahl leerstehender Büroflächen ist wieder geschrumpft, und der Markt hat sich laut einer am Donnerstag veröffentlichten Studie von Raiffeisen wieder gefangen. Zu verdanken sei dies dem anhaltenden Beschäftigungswachstum, einer geringen Neubautätigkeit und der zunehmenden Straffung der Homeoffice-Regeln.
«Die Angebotsmieten haben sich nach mehreren schwierigen Jahren erholt», sagt Raiffeisen-Chefökonom Fredy Hasenmaile. Neu auf den Markt kommende Flächen würden weiterhin gut absorbiert, und das Angebot an ausgeschriebenen Büroflächen sei «deutlich» zurückgegangen.
Zwei Drittel von KI betroffen
Nun stünde der Markt aber möglicherweise vor einer neuen Herausforderung. «Während die Auswirkungen von Homeoffice auf den Büroflächenmarkt inzwischen besser abschätzbar sind, rückt mit der rasch fortschreitenden Nutzung von KI bereits die nächste strukturelle Herausforderung in den Fokus», so Hasenmaile. Eine Analyse von Raiffeisen von rund 600 Berufsgruppen zeige, dass rund zwei Drittel der Bürobeschäftigten in Berufen arbeite, die stark von KI betroffen seien.
Der Knackpunkt sei, ob die KI menschliche Arbeit nur ergänzt oder ersetzt: «Bislang liefern die Beschäftigungsdaten noch keine Hinweise auf einen breit angelegten Abbau von Bürojobs», so das Zwischenfazit. Es bestünden hingegen Unterschiede zwischen einzelnen Berufsgruppen.