Bündner Skigebiete ächzen unter dem Corona-Winter
Die Bündner Bergbahnen stecken inmitten einer schwierigen Saison: Kapazitätsbegrenzungen, stark eingeschränkte Gastronomie, verunsicherte Gäste. Wie hoch die aktuellen Umsatzverluste konkret sind und wie vier der Bergbahnen zu den Massnahmen von offizieller Seite stehen, hat Radio Südostschweiz in Erfahrung gebracht.
Scuol Bergbahnen AG
Laut Direktor Andri Poo empfingen die Bergbahnen Scuol bis Ende Dezember rund 20 Prozent weniger Gäste als im Vorjahreszeitraum. Die Bahnen hatten zwar eine starke Vorweihnachtswoche, doch die Festtage waren «überdurchschnittlich schwach», wie Poo es formulierte. In Anbetracht der ausserordentlichen Situation ist er aber «zufrieden». So hätte es bereits in der Vergangenheit Jahre gegeben, die vergleichbar trübe gewesen seien.
Das grössere Problem stellt laut Poo die Situation für die Gastronomie dar. So könne es nicht weitergehen, meint Poo: «Wir sind überzeugt, dass ein kontrollierter Aufenthalt der Gäste in den Innenräumen die bessere Lösung wäre als das momentane Take-away-Konzept.»
Andermatt-Sedrun Sport AG
Für das Skigebiet Andermatt-Sedrun galten über die Festtage (noch) spezielle(re) Vorzeichen. «Wir mussten die Urner Seite vom 22. bis zum 29. Dezember geschlossen halten», sagt Bergbahnen-Sprecher Stefan Kern. Somit hatte das Skigebiet – das sich über zwei Kantone erstreckt – nur noch rund die Hälfte des Gästeaufkommens im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Über die Festtage sei die Gästezahl gar auf einen Drittel zum Vorjahr geschrumpft.