Bei Platz 2 droht dem Schweizer Nationalteam Reisestress
Nach dem klaren Sieg gegen Bosnien-Herzegowina kann das Schweizer Nationalteam fest mit der K.o.-Phase planen. Dort kommt auf die Verantwortlichen auch logistisch einiges zu.
Rein rechnerisch gibt es noch eine minime Chance, dass die Schweiz in ihrer Gruppe auf Platz 3 zurückfallen könnte. Dafür müsste sie jedoch in der letzten Runde deutlich gegen Kanada verlieren, während Katar gleichzeitig einen sehr hohen Sieg gegen Bosnien-Herzegowina feiern müsste. So dürfte es im letzten Vorrundenspiel gegen Kanada am kommenden Mittwoch nur noch um die Frage gehen, wer die Gruppe als Erster und wer als Zweiter abschliessen.
Das bessere Torverhältnis spricht vor dem Direktduell für den Co-Gastgeber. Die Ausgangslage ist klar: Gewinnt die Schweiz gegen Kanada, sichert sie sich den Gruppensieg. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage würde Kanada die Gruppe als Erster abschliessen.
Rückkehr und Weiterreise innerhalb kürzester Zeit
Die Schweiz auf Platz 2 zu sehen, ist ein Szenario, das bei den Verantwortlichen des Nationalteams mulmige Gefühle auslöst – und das völlig unabhängig vom sportlichen Aspekt. «Platz 2 wäre mit grossen logistischen Herausforderungen verbunden», sagt Media Officer Sergio Affuso gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Als Gruppenzweiter stünde die Schweiz nur vier Tage nach dem letzten Gruppenspiel bereits wieder im Einsatz. Sie würde den ersten der 16 Sechzehntelfinals bestreiten: am Sonntag, 28. Juni, um 12.00 Uhr Ortszeit im Stadion von Inglewood bei Los Angeles.
Fest steht jedoch bereits, dass das Team nach dem letzten Gruppenspiel noch eine Nacht in Vancouver verbringen wird, da im Anschluss an die Partie ein Abendessen mit Familien und Freunden geplant ist.
Daher kehrt die Mannschaft erst am 25. Juni ins Basecamp nach San Diego zurück. Dieses müsste sie bereits am darauffolgenden Tag, dem 26. Juni, oder spätestens am 27. Juni wieder verlassen. Grundsätzlich sieht die FIFA vor, zwei Tage vor dem Match am neuen Spielort zu sein – in Ausnahmefällen kann jedoch davon abgewichen werden.