Auftakt zur Tour de Ski im Val Müstair
Die Langlaufprofis zeigen ab heute Freitag in Graubünden ihr Können. Die Tour de Ski gastiert zum fünften Mal im Val Müstair. Zwar leidet der Anlass in diesem Jahr etwas unter der Absenz der Norweger, die sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus fürchten, dafür darf sich vor allem Nadine Fähndrich Hoffnungen auf einen Podestplatz machen. Die Luzernerin gewann kurz vor Weihnachten in Dresden im Sprint ihr erstes Weltcup-Rennen. Der vierfache Olympiasieger Dario Cologna, der im Münstertal aufgewachsen ist, war zuletzt jedoch auf Formsuche.
Cologna muss sich gegenüber dem Saisoneinstieg steigern, wenn er in der Tour de Ski zum zehnten Mal in die Top Ten vorstossen will. Der vierfache Sieger des Klassikers (2009, 2011, 2012, 2018) bereitete sich in Davos vor. In den bisherigen Rennen fehlte ihm die Kraft, um die angeschlagene Pace durchzuziehen.
Der vierfache Olympiasieger gibt offen zu, dass der Abstand zu den Besten grösser ist, als er sich dies wünscht. Letztlich zählt, dass der 34-Jährige die acht Etappen in zehn Tagen ohne körperliche Beeinträchtigungen übersteht. Die Tour de Ski diente ihm in der Vergangenheit schon oft als Sprungbrett, um seine Form mit Blick auf den Grossanlass zu steigern.
Hoffnung liegt auf Fähndrich
Fähndrich hingegen steigt als Weltcupsiegerin in das Etappenrennen. Vor Weihnachten stand sie in Dresden beim Sprint in der Skating-Technik erstmals zuoberst auf dem Podest – einen Tag später doppelte sie im Team-Sprint mit der Bündnerin Laurien van der Graaff nach. Nadine Fähndrich zählt somit am 1. Januar zu den Anwärterinnen auf den Sieg, denn das Filetstück des Langlauf-Weltcups wird mit einem Skating-Sprint eröffnet.