Aufbruchstimmung beim EVZ
Beim EV Zug geht es im Sommer alles andere als ruhig zu und her. Trotz der Unruhe und eines schwierigen Spielplans spricht jedoch einiges dafür, dass die Zuger wieder einen Schritt vorwärts machen.
Es ging turbulent zu und her während der Saisonpause beim EV Zug, der in den Jahren zuvor Sinnbild für Kontinuität und Stabilität war. Mitte Juni entliess der Verwaltungsrat Sportchef Reto Kläy nach zwölf Jahren im Amt, kurz darauf endete auch die Zusammenarbeit mit Patrick Lengwiler. Letzterer war fast drei Jahrzehnte bei den Zentralschweizern tätig, die letzten 14 Jahre als CEO.
Der Knall aus dem Nichts
Für Lino Martschini, den dienstältesten Spieler im Team, kam der Knall sozusagen aus dem Nichts. «Wir waren in einem luftleeren Raum, in dem Sinne, dass wir es nicht kommen sahen», erzählt der Rekordtorschütze des EVZ im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Planung für die Saison sei mehr oder weniger abgeschlossen und der Fokus bereits auf das Neue gerichtet gewesen. «Dann kam der Bruch.»
Wichtig war für Martschini, dass rasch wieder Ruhe einkehrte. Noch im Juni waren beide Posten wieder besetzt: Ted Suihkonen, zuvor seit 2022 Head of Development im Verein, ersetzte Kläy, Ambris langjähriger Sportchef Paolo Duca wurde als CEO eingesetzt. «Ich spürte von Anfang an, dass wir versuchten, es zu akzeptieren und nach vorne zu schauen», sagt Martschini. «Es war wirklich keine schlechte Energie zu spüren. Über die Art und Weise und den Zeitpunkt kann man diskutieren, aber vielleicht haben wir das als Verein gebraucht.»
Ein Grund für den Knall soll gewesen sein, dass Kläy nach Gesprächen mit den Spielern dafür plädierte, weniger Zeit im Hochleistungszentrum OYM und mehr in der Spielstätte in Zug zu verbringen. Es sei viel gegangen, so Martschini, und es habe auch viele Diskussionen gegeben, was den Office-Bereich betreffe. «Der Support, den wir hier (im OYM) haben, ist unglaublich. Letztendlich muss sich jeder seine Meinung bilden, das ist sein Recht. Wir haben jedoch einen guten Groove, es ist sicher nicht so, dass wir gegeneinander arbeiten, sondern wir versuchen, miteinander Lösungen zu suchen. Ich glaube, das ist bei der Mannschaft angekommen.»