Auf Abstellgleis: Königspython kein Einzelfall
Vergangene Woche ist in einem Badesee in Trimmis eine leblose Königspython entdeckt worden. Ein Leserreporter hat die Geschichte am Wochenende öffentlich gemacht.
Wir konnten am Montag mit dem zuständigen Wildhüter René Gadient sprechen. Und der gibt Entwarnung: «Ich nehme an, das war ein einmaliger Vorfall. Wenn die Schlange ein Problem war, dann eher für die Natur als für uns Menschen.»
Königspython in Trimmiser Badesee
Woher das Tier kam, wird laut Gadient wohl nie rekonstruiert werden können. Als er die Schlange am Mittwoch sah, war sie eine Wasserleiche, und bezüglich Herkunft und Todesursache nicht mehr viel herauszufinden, so Gadient weiter. Ihm blieb nur die Entsorgung des Tierkadavers.
Mehr mag Gadient über den Vorfall nicht mehr sagen. Er findet es grundsätzlich schade, dass Leute, die auf ein exotisches Tier keine Lust mehr haben, dieses aussetzen und auf diese Art «entsorgen». Gadient hat schon ausgesetzte Goldfische, Rotwangen-Schmuckschildkröten und jetzt eben diese Königypython gesehen. Sie alle wird wohl das Schicksal ereilt haben, vom Besitzer nicht mehr geliebt worden zu sein. Laut dem Wildhüter gibt es exotische Tiere, die die einheimischen Arten verdrängen, wenn diese kleiner und schwächer seien und von der gleichen Beute leben. Zudem können sie Krankheiten verbreiten, gegen welche einheimische Tiere nicht resistent seien. (phw)