Auch nach 100 Jahren immer noch aktiv
Mit dem Bündner Marsch, gespielt von der Polizeimusik Graubünden, wurde die Jubiläums-Generalversammlung in Landquart eröffnet. Max Buchli, Präsident des Bündner Schützen-Veteranen-Verbands, zeigte sich erfreut von der grossen Anzahl der erschienenen Veteranen. Ebenso konnte er einige Personen aus Politik, Militär und anderen Organisationen begrüssen. Seit 1921 ist der Verband aktiv – und dies ist er auch noch nach 100 Jahren seines Bestehens. Der Verband, der die Bündner Schützenveteranen vereint, ist bei den über 60-jährigen Schützen geschätzt, sodass er auch im Jubiläumsjahr rund 100 Mitglieder zählt. In den 100 Jahren seines Bestehens wurde der Verband von 16 Präsidenten geleitet. Jährlich führt der Verband sein Jahresschiessen in Thusis durch. Mit rund 400 Veteraninnen und Veteranen ist dieser Anlass zu einem beachtlichen sportlichen Ereignis geworden – mit Ausnahme der letzten zwei Jahre, in denen corona-bedingt das Programm als Heimrunde geschossen wurde.
Der Verband verdient Respekt
Alt-Standespräsident Martin Wieland, der seine Nachfolgerin Aita Zanetti vertrat, sagte, das Schiessen sei keine kriegerische Sache, es habe vielmehr einen gesellschaftlichen Aspekt. Das Schiessen sei wohl auch eine staatspolitische Aufgabe, die aber auch dem Schutz der Bevölkerung diene. Divisionär Lucas Caduff betonte, dass der Verband mehr als nur Respekt verdiene. Wenn ein Verband 100 Jahre überlebe, habe er auch den Bedürfnissen entsprochen und tue es noch heute. Schützen sorgen für Sicherheit und Stabilität. Die Armeeführung könne daher auf die Schützen zählen – und darauf dürfe man stolz sein, so Caduff. Schiessen und Tradition seien starke Zeichen des Verbandes, sagte der Divisionär in seinem Grusswort.