Athekame empfiehlt sich als Lösung für die «Problemposition»
Gleich drei Spieler kommen gegen Nordmazedonien zu ihrem Debüt. Besonders überzeugt hat dabei der 21-jährige Zachary Athekame, der sich von Murat Yakin ein Sonderlob abholt.
In Skopje läuft beim Schweizer Spiel zunächst vieles über die linke Seite. Zu viel, wie Murat Yakin irgendwann findet. Deshalb ruft er nach gut 30 Minuten Nico Elvedi zu: «Athe ist unterbeschäftigt.» Der Innenverteidiger solle das Spiel öfter über die rechte Seite auslösen. Und siehe da: Kurz vor der Pause prescht Elvedi nach vorne und passt nach rechts, wo Zachary Athekame den Ball direkt in die Mitte weiterleitet. Zeki Amdouni vollendet den Spielzug mit dem Treffer zum 2:0.
Auch beim dritten Tor des Abends liefert Athekame die Vorlage und feiert damit ein mehr als gelungenes Länderspieldebüt. «Er hat den Drang nach vorne, gute Ideen und eine gute Dynamik», lobt Yakin. Und weil Athekame auch defensiv fehlerfrei bleibt und sich in die Abwehr-Viererkette einordnet, als würde er schon lange dazugehören, kommt Yakin zum Fazit: «Es macht Spass, den Jungs zuzuschauen.»
Natürlich war es erst ein Spiel und der Gegner von bescheidener Qualität. Dennoch macht die Leistung von Athekame Hoffnung für die Zukunft, gerade weil es im Schweizer Nationalteam in den letzten Jahren eher an Optionen für die Aussenverteidigung mangelte. Das zeigten vor allem die letzten Weltmeisterschaften, als Yakin mit Silvan Widmer jeweils nur einen gelernten Rechtsverteidiger dabei hatte.
Von Saibenes Notlösung in die Champions League
Athekame selbst gibt sich nach dem Spiel gegen Nordmazedonien bescheiden. «Ich wollte einfach zeigen, was ich kann», sagt der Genfer auf sein auffälliges Debüt angesprochen. Erst am Schluss des Interviews kommen bei ihm die Emotionen hoch. Erstmals im A-Nationalteam der Schweiz auflaufen zu können, löse in ihm eine grosse Dankbarkeit aus. «Ich habe sehr viel für diesen Moment gearbeitet und bin sehr, sehr glücklich.»