Appenzell Innerrhoden stoppt Verwaltungsneubau wegen Ortsbildschutz
Ein Gutachten zweier eidgenössischen Kommissionen fällt deutlich aus: Das geplante neue Verwaltungsgebäude in Appenzell würde das Ortsbild von nationaler Bedeutung schwerwiegend beeinträchtigen. Der Kanton Appenzell Innerrhoden zieht deshalb seine Rekurse zurück und beendet das bisherige Projekt.
Das Gutachten, das bei der eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) sowie der eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) eingeholt worden war, liegt nun laut einer Mitteilung des Kantons Appenzell Innerrhoden vom Mittwoch vor.
Die Kommissionen kommen demnach zum Schluss, dass das geplante Bauvorhaben «zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des Ortsbildes von nationaler Bedeutung» führen würde. Gemäss Beurteilung widerspreche das Vorhaben den Schutzzielen hinsichtlich der «historischen Bausubstanz, der kleinteiligen Parzellen- und Gebäudestruktur, der ortstypischen Massstäblichkeit sowie der charakteristischen Übergangssituation zwischen Dorfkern und Ziel».
Rekurse zurückgezogen
Das Bau- und Umweltdepartement zieht die Rekurse gegen die Einspracheentscheide der Baukommission Inneres Land aufgrund des «klaren gutachterlichen Ergebnisses» nun zurück, wie es weiter heisst. Die Rekursverfahren und damit auch das bisherige Projekt sind damit beendet.
Das Bau- und Umweltdepartement will bezüglich eines Neubaus des Verwaltungsgebäudes mögliche Optionen prüfen und diese der Standeskommission unterbreiten.
Bau hätte Ortsbild beeinträchtigt