Ammler halten am Standort für das Altersheim fest
Beim geplanten Neubau eines Alters- und Pflegeheims in Amden geht es nun zumindest wieder einen kleinen Schritt voran. Der Gemeinderat hat gestern das Ergebnis seiner Befragung der Bevölkerung zum künftigen Standort der Einrichtung bekannt gegeben.
Zuvor hatten die Bürger bei dem Projekt die Reissleine gezogen. Bei der Bürgerversammlung im November sagten sie Nein zum Projektierungskredit für den Altersheim-Neubau. Damals gab es nicht nur Kritik an den hohen Projektkosten von insgesamt knapp 13 Millionen Franken, auch der Standort im Aeschen gab zu reden. Manch einer wollte den Neubau lieber im Zentrum Amdens sehen.
Ergebnis fällt knapp aus
In der Umfrage wurde der bisherige Standort nun aber bestätigt. Knapp 53 Prozent der Teilnehmer sprachen sich dafür aus, dass das neue Heim im Aeschen entsteht. Fast 47 Prozent der Befragten stimmten dagegen für einen Neubau im Zentrum Amdens. «Wir wären froh gewesen, wenn das Ergebnis deutlicher ausgefallen wäre», sagt Gemeindepräsident Markus Vogt. Zufrieden zeigt er sich mit der Beteiligung an der Umfrage. «Insgesamt 859 Personen haben Ihre Meinung mitgeteilt – mit dem Ergebnis können wir nun weiterarbeiten.»
Wo kann gespart werden?
Wie es nun tatsächlich weitergeht mit den Planungen fürs Altersheim ist aber noch nicht klar. «Der Gemeinderat muss nun zunächst verschiedene offene Fragen klären», sagt Vogt. Bei der Bürgerversammlung sei nicht das Projekt für das Altersheim selbst infrage gestellt worden, sondern vor allem die veranschlagten Kosten. «Wir überlegen nun, wie wir eine günstigere Möglichkeit schaffen könnten», sagt Vogt.
Planungen auf Feld eins
Den Architekturwettbewerb für das Alters- und Pflegeheim hatte 2017 die Architektengemeinschaft Gret Loewensberg und Clea Gross gewonnen. «Eine Möglichkeit ist es nun, mit dem Büro in Kontakt zu treten und rauszufinden, was machbar ist, um das Projekt günstiger zu machen», so Vogt.