Am Samstag wird Roger Federer in die Hall of Fame aufgenommen
Roger Federer ist zurück – auf dem Tennisplatz und im Rampenlicht. Nach einem Show-Auftritt in New York wird er am Samstag im Nobel-Ferienort Newport in die Ruhmeshalle seines Sports aufgenommen.
Hall of Fame ist in Europa nicht so ein gängiger Begriff wie in Nordamerika und vor allem den USA. Auch wer von einem bestimmten Sport nichts versteht, weiss: Wenn jemand in der Ruhmeshalle ist, gehört er zu den Grossen seiner Zunft. Dass Roger Federer diese Woche, natürlich gleich im ersten Jahr seiner Wählbarkeit, in die International Tennis Hall of Fame in Newport, Rhode Island, aufgenommen wird, kann da keinen überraschen.
Wie seine Aufnahme zelebriert wird, sagt viel über den Status des mittlerweile 45-jährigen Baslers aus. Als ihm die freudige Nachricht im vergangenen November mitgeteilt wurde, war es das Wie, das bei Federer für Emotionen sorgte. In der Live-Schaltung, die ihn im Kreis von 50 Juniorinnen und Junioren in Biel erreichte, gratulierten nicht weniger als 33 Mitglieder der Hall of Fame – von Chris Evert bis Stefan Edberg, Martina Navratilova bis Rod Laver. Pat Rafter schaltete sich sogar um 3 Uhr morgens australischer Zeit zu.
Grosse Show in New York
Das geschieht nicht bei jedem, dem diese Ehre zuteil wird. «All diese Helden in einem solchen Moment zu hören, bedeutet mir viel», gestand Federer damals gerührt. Der Basler macht sich im Allgemeinen in der Tennisszene eher rar; er ist bei Weitem nicht so präsent wie etwa John McEnroe, Boris Becker, Evert oder Navratilova. Nun lässt er sich aber in Amerika wieder einmal gebührend feiern. Für eine Exhibition mit McEnroe, Andy Roddick und Andre Agassi in New York griff er sogar wieder einmal in aller Öffentlichkeit zum Racket. Die Fans in der riesigen Arena in Flushing Meadows, wo er von 2004 bis 2008 fünf US Open in Folge gewann, waren aus dem Häuschen. Und eine nie dagewesene Drohnen-Show zeichnete Federer in hellem Licht über Manhattan.