Alpiq steigert Halbjahresgewinn – VRP Teyssen tritt zurück
Der Energiekonzern Alpiq hat im ersten Halbjahr nach dem massiven Einbruch im Vorjahr unter dem Strich wieder etwas mehr verdient. Bereinigt um nicht-operative Effekte ging das Ergebnis allerdings erneut zurück.
Der Nettoumsatz der Gruppe fiel in den Monaten von Januar bis Juni 2026 mit 3,1 Milliarden Franken nach 3,0 Milliarden ähnlich hoch aus wie im Vorjahreszeitraum (+1,7%), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das Betriebsergebnis EBITDA stieg um 17 Prozent auf 265 Millionen und der Reingewinn um 16 Prozent auf 123 Millionen. Das Ergebnis war im ersten Halbjahr 2025 allerdings um 80 Prozent eingebrochen.
Der bereinigte EBITDA ging im Berichtszeitraum indes deutlich um 59 Prozent auf 163 Millionen Franken zurück. Bereinigt wird das IFRS-Ergebnis dabei um zwei Effekte: Zum einen um die Entwicklung der Stilllegungs- und Entsorgungsfonds (Stenfo), die den Marktschwankungen an den Börsen ausgesetzt sind. Zum anderen werden Ergebnisverschiebungen wegen Fair-Value-Effekten aus Energiederivaten zur Absicherung der zukünftigen Stromproduktion nicht berücksichtigt.
Der Rückgang sei insbesondere auf niedrigere Strompreise, den Ausfall des Kernkraftwerks Gösgen und aussergewöhnliche Trockenheit in den Alpen zurückzuführen, schreibt Alpiq. Nach einem herausfordernden Jahresauftakt habe sich das Ergebnis im zweiten Quartal allerdings verbessert. So nahm etwa im März Gösgen den Betrieb wieder auf. Für das zweite Halbjahr erwarte Alpiq eine Ergebnisverbesserung.
Nachfolger kommt von Enel
Derweil kommt es zu einem prominenten Abgang im strategischen Management: Verwaltungsratspräsident Johannes Teyssen – der seit Mai auch Aufsichtsratschef der deutschen Lufthansa ist – wird sein Mandat im Herbst niederlegen, wie es in einer separaten Mitteilung heisst. Auf seine Empfehlung hin habe der Verwaltungsrat beschlossen, den italienischen Energiemanager Alberto de Paoli als Nachfolger vorzuschlagen.