Ärger mit Schiedsrichter und erzwungene Positivität bei St. Gallen
Der FC St. Gallen scheitert im Playoff der Conference League auf bittere Art an Nordsjaelland. Ein Schiedsrichter-Entscheid sorgt für Unmut. Positives Denken fällt schwer.
Während die Spieler von Nordsjaelland laut jubelnd in den Kabinen des St. Galler Stadions verschwanden, war die Gefühlslage bei den Ostschweizern bedrückt. Nach dem 2:3 gegen die Dänen am Donnerstagabend fanden die Träume von der Teilnahme an der Conference League ein jähes Ende. Entsprechend enttäuscht waren Captain Lukas Görtler und Mittelfeldspieler Christian Witzig nach der Partie.
Trotz Unterzahl noch stärker
«Was mich am meisten ärgert, ist, dass es am Ende kein normales Fussballspiel mehr war», sagte Görtler. «Ich glaube, jeder hätte sich gefreut, in der zweiten Halbzeit zu sehen, was passiert. Elf gegen elf, nachdem es nach 40 Minuten 2:2 gestanden hat.» Doch weil Mihailo Stevanovic in der 40. Minute wegen einer Schwalbe mit Gelb-Rot vom Platz flog, kam es nicht so weit. Über eine Halbzeit lang waren die St. Galler in Unterzahl.
«Bis zum 3:2, würde ich fast behaupten, waren wir die bessere und gefährlichere Mannschaft mit zehn Mann», analysierte Görtler. Das habe natürlich ein Lob verdient – auch wenn das nichts bringe. «Wir können sagen, wir haben alles gegeben. Aber davon können wir uns am Ende nicht viel kaufen.» Auch Trainer Enrico Maassen lobte seine Mannschaft: «Das war ein Fussballspiel, für das man ins Stadion geht.»
Ärger über Schiedsrichter nach Gelb-Rot
Etwas mehr in der Kritik als die Leistung der St. Galler stand nach der Partie jene des Schiedsrichters. Vor allem die zweite Gelbe Karte gegen Stevanovic sorgte für Unmut – oder wie Witzig es beschrieb: «Dort ist, glaube ich, das ganze Stadion eskaliert.» Auf die Szene angesprochen, sagte Görtler zwar zuerst: «Ich glaube, man kann beide Gelbe Karten in den jeweiligen Aktionen so geben.»