Adus Klinik in Dielsdorf steht ab Januar wieder auf der Spitalliste
Die Adus Klinik in Dielsdorf steht ab Januar wieder auf der Zürcher Spitalliste. Damit erhält das Spital seinen orthopädischen Leistungsauftrag zurück.
Patientinnen und Patienten können künftig wieder Knie- und Hüftprothesen direkt in der Klinik erhalten, wie die Adus Klinik am Mittwoch mitteilte. Der Regierungsrat setzt damit ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts um.
Im Jahr 2022 strich der Zürcher Regierungsrat die Adus Klinik von der Spitalliste. Dies mit der Begründung, es handle sich um eine rein elektiv tätige Klinik mit einem selektiven Leistungsangebot, das keine versorgungsrelevante Rolle spiele. Ein Jahr später verlor die Klinik wichtige Aufträge.
Sie wehrte sich deshalb vor dem Bundesverwaltungsgericht. Sie verwies auf ihre tiefen Fallkosten und die gute Qualität der angebotenen Leistungen.
Gericht stellte methodische Mängel fest
Im August 2025 gab das Bundesverwaltungsgericht der Klinik recht, die am Standort des 1999 geschlossenen Bezirksspitals Dielsdorf unter anderem drei OP-Säle und 20 Akut-Betten betreibt. Es stellte methodische Mängel und fehlende Transparenz bei den angewandten Kriterien fest. Schliesslich wies das Gericht das Geschäft zur Neubeurteilung an den Regierungsrat zurück. Mit dem aktuellen Entscheid des Regierungsrats findet der Rechtsstreit nun ein Ende.
Während des Verfahrens sei die Bevölkerung hinter dem Spital gestanden, schrieb die Adus Klinik. Eine von einem überparteilichen Komitee lancierte Petition für den Erhalt der Leistungsaufträge unterschrieben 7000 Menschen.