Regierungsrätin Marianne Lienhard besucht Notfall-Bundesasylzentrum in Glarus
In den Bundesasylzentren gibt es zu wenig Platz. Seit diesem Herbst steigt die Zahl von Asylsuchenden, daher muss der Bund auf die Notfallunterbringung in Zivilschutzanlagen zurückgreifen. Der Kanton Glarus stellt vorübergehend die Zivilschutzanlage und Truppenunterkunft Allmeind in Glarus zur Verfügung, um frühzeitige Zuweisungen an die Kantone zu vermeiden.
Positive Zwischenbilanz
Die Leiterin des kantonalen Sonderstabs Asyl, Regierungsrätin Marianne Lienhard, liess sich mit ihren Mitarbeiterinnen aus der Hauptabteilung Soziales am Montag vor Ort über den Betrieb des Bundesasylzentrums in Glarus informieren. Wie der Kanton am Dienstag mitteilte, wurden die Besucherinnen von Martin Heeb, Asyl-Organisation Zürich, und Roger Boxler, Chef der Asylregion Ostschweiz beim Staatssekretariat für Migration (SEM), ausführlich über den aktuellen Betrieb informiert.
Die erste Bilanz nach rund drei Wochen Betrieb fällt positiv aus. Die Anlage in Glarus ist gemäss den SEM-Verantwortlichen sehr gut für eine temporäre Unterbringung von Asylsuchenden geeignet. Besonders gelobt wurde die Infrastruktur, die es ermöglicht, getrennte Schlafplätze für Familien, Frauen und Männer zu organisieren. Zudem sei das vom Kantonsspital Glarus gelieferte Essen überdurchschnittlich gut und der Kontakt mit dem Kanton und der Gemeinde unkompliziert.
Auch der erste Eindruck von Regierungsrätin Marianne Lienhard fällt positiv aus: «Der Betrieb ist gut und zweckmässig organisiert.» Und es sei wichtig, auch in Zukunft einen offenen Austausch zu pflegen.