25 Jahre 9/11: Verschwörungsmythen im Faktencheck
Kaum ein Ereignis hat so viele Verschwörungserzählungen hervorgebracht wie die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA. Fünf Mythen zum Terrortag im Check:
Behauptung: Die US-Regierung hat 9/11 selbst inszeniert
Eine verbreitete Verschwörungserzählung behauptet, die US-Regierung habe die Anschläge vom 11. September 2001 selbst organisiert oder bewusst geschehen lassen, um einen Vorwand für Kriege in Afghanistan und im Irak zu schaffen. Die Universität Freiburg führt diese Varianten als einige der bekanntesten Verschwörungstheorien zu 9/11 an.
Der Abschlussbericht der 9/11-Kommission dokumentiert zwar erhebliche Defizite beim Austausch, bei der Zusammenführung und bei der Bewertung von Warnungen und Informationen zum islamistischen Terrornetzwerk Al-Kaida vor dem 11. September. Für eine Beteiligung der US-Regierung an den Anschlägen liefern diese dokumentierten Versäumnisse aber keinen Beleg.
Die Bundeszentrale für politische Bildung beschreibt die inzwischen widerlegte Behauptung über irakische Massenvernichtungswaffen als einen Faktor für das gewachsene Misstrauen gegenüber der US-Politik. Als Beleg für eine Beteiligung an 9/11 dient aber auch das nicht. Der Abschlussbericht der 9/11-Kommission führt keinen Beleg für eine Beteiligung der US-Regierung an den Anschlägen an.
Behauptung: Al Kaida war nicht für die Anschläge verantwortlich
Die Untersuchung der Anschläge vom 11. September 2001 war nach Angaben des FBI der grösste Fall in der Geschichte der Behörde. Fast 3.000 Menschen starben. Das FBI schreibt, dass die 19 Männer, die vier Passagierflugzeuge entführten, alle von der islamistischen Terrororganisation Al-Kaida trainiert worden seien.