Wohin führt der Steigerungslauf von Mauro Caviezel?
Mauro Caviezel hat noch nie ein Weltcuprennen gewonnen. Doch das ist nur eine Randnotiz, bewegt sich der Domleschger doch bereits die zweite Saison in Folge mitten in der Weltspitze. Im Gesamtweltcup ist ein Rang vor ihm Beat Feuz klassiert (6.), ein Rang hinter ihm liegt Kjetil Jansrud (8.).
Bedurfte es noch eines Nachweises von Caviezels Sonderklasse, hat er diesen vergangenes Wochenende im österreichischen Hinterstoder erbracht, wo er sowohl im Super-G wie auch in der Alpinen Kombination Zweiter wurde. Es waren für den Mann vom Skiclub Beverin die Podestplätze Nummer 9 und 10 im Weltcup. Allesamt fuhr er sie in den vergangenen drei Jahren heraus.
Die Konstanz in Person
Mit seinem fünften Podestplatz alleine in dieser Saison hat sich Caviezel auch in die Pole-Position im Kampf um die kleine Kristallkugel in der Super-G-Wertung gebracht. Nach sechs von acht Rennen – so die restlichen aufgrund des grassierenden Coronavirus denn überhaupt stattfinden – führt Caviezel (365 Punkte) hauchdünn vor Vincent Kriechmayr (362).
Es ist die Konstanz, die Caviezel für das nächste Rennen am Sonntag in Kvitfjell die rote Startnummer eingebracht hat. In den sechs Super-Gs der Saison war er nie schlechter als Fünfter. Dreimal fuhr er aufs Podest.
Sollte Caviezel diesen Winter tatsächlich seine erste Kristallkugel gewinnen, wäre er der erste Schweizer seit Didier Cuche 2011, dem dies in der Disziplin Super-G gelänge. Doch die Ausgangslage vor den letzten beiden Rennen ist ultra spannend. Neben Caviezel dürfen sich nicht weniger als vier andere Athleten noch berechtigte Hoffnungen auf den Sieg machen.