Werden die Davoser Stürmer wieder rocken?
Roman Michel (Zeitung Südostschweiz): 6/10 Steinböcke
Der nimmermüde Leitwolf Andres Ambühl, der spielintelligente Enzo Corvi und Zauberhand Perttu Lindgren – das Offensivpotential ist eigentlich vorhanden. Was dem HCD aber schon seit Jahren fehlt, ist ein echter Killer vor dem gegnerischen Tor. Einer, der ein Spiel auch mal im Alleingang entscheiden kann. Einer, der eine halbe Chance für einen Treffer braucht. Wer weiss: Vielleicht schlüpft einer aus dem neuen Ausländerduo Aaron Palushaj/Mattias Tedenby in dieser Rolle. Gespannt sein darf man auch auf Nando Eggenberger, der in Nordamerika deutlich an Masse zugelegt hat. Der Rest? Viel Durchschnitt. Die Torproduktion der Wieser-Brüder hat frappant abgenommen, bei Kessler, Hischier und Egli blieb der erwartete Durchbruch aus.
Jan Zürcher (TV Südostschweiz): 8/10
Letzte Saison steckte beim Rekordmeister der Wurm drin: Nicht nur im Tore verhindern, haperte es. Auch der Offensiv-Motor stockte gewaltig. Nur 121 Tore in 50 Spielen – so wenige waren es in diesem Jahrtausend in der Qualifikation noch nie. Jetzt bringen zwei neue, ausländische Stürmer aber Hoffnung auf Besserung. Aaron Palushaj und Mattias Tedenby können mit ihrem Tempohockey für viel Torgefahr im gegnerischen Drittel sorgen und auch Perttu Lindgren wird (hoffentlich), in seiner zweiten Saison noch seiner langwierigen Verletzung wieder mehr Punkte sammeln können. Denn für mich ist klar: Ein gesunder Lindgren ist etwas vom Besten, was es auf Schweizer Eis gibt – man wird ja nicht umsonst Liga-MVP (Saison 2015/2016).