Weniger wäre wahrscheinlich mehr
von Daniel Monnin
Früher war alles besser – auch schon gehört? Sicher, aber ebenso sicher ist, dass der Genuss von Eishockey im Fernsehen früher eben nicht besser war, weil praktisch zehn Monate pro Jahr inexistent. Das hat sich geändert, sehr zu meinem Gefallen. Und so habe ich mir über die Festtage und Anfang Januar so ziemlich alles «reingesogen», was mein nicht mehr ganz taufrischer Fernseher und mein neuer Kabelvertrag zu bieten haben. Kostenlos, ohne zusätzliche Abonnementsgebühren.
Angefangen mit dem Spengler Cup, seit Jahren das wichtigste Ereignis rund um Weihnachten (Entschuldigung!) im «Staatsfernsehen», über die erstmalige Ausstrahlung der U20-WM bis zu verschiedenen National-League- und Swiss-League-Partien auf «MySports». Ich hatte Spass, vor allem an den Jungs vom Schweizer U20-Nationalteam (Hut ab vor dieser Leistung!) und – ganz entgegen meinem üblichen kanadisch angehauchten Eishockey-Geschmack – auch an den jungen Finnen von KalPa Kuopio, die den Spengler-Cup-Sieg in den hohen Norden entführten. Und ich hatte durchaus auch Gefallen – quasi als «Kontrastprogramm» – an der einen oder anderen Swiss-League-Partie, die ich aus reiner Neugier anschaute.
Was mir aufgefallen ist – neben den grossen Unterschieden in puncto Intensität eines «Exhibition»-Games am Spengler Cup und einem U20-WM-Spiel oder etwa in puncto Spielorganisation und -intelligenz eines National-League- oder Swiss-League-Spiels? Die Antwort mag erstaunen, aber mehrmals habe ich mir gewünscht, die Übertragung des Spiels möchte doch bitte durch einen (zwischenzeitlichen) Tonausfall gestört werden.