«Viel besser kann es nicht mehr laufen»
DZ: Daniel Steiger, Sie haben in dieser Saison mit den Grasshoppers das nationale Unihockey-Double – also Meisterschaft und Cup – gewonnen. Wie stolz sind Sie auf das Erreichte?
Daniel Steiger: Ich bin in der Saison 2016/17 zu GC gestossen, als der Verein Cupsieger wurde. Danach wurden wir maximal Meisterschaftszweite. Diesmal wurden wir Schweizer Meister und Cupsieger, und wir haben auch während der Qualifikationsphase fast alles gewonnen. Das war schon cool. Hätten wir im Superfinal der Meisterschaft verloren, wären wir halt wieder nur Zweite gewesen. Besser als in der abgelaufenen Saison kann es wohl nicht mehr laufen. Wir haben eine gute Mischung im Team aus erfahrenen und vielen jungen, sehr talentierten Spielern. Viele haben ihre gesamte Juniorenzeit bei GC verbracht, und wir Auswärtigen spielen auch schon mehrere Jahre dort – das schweisst zusammen und stiftet Identifikation. Es macht Spass, mit den Jungtalenten zusammenzuspielen, und die Titel zeigen, dass der Verein mit seiner Philosophie – wir spielen ohne ausländische Verstärkungsspieler – auf dem richtigen Weg ist und vieles richtig macht.
Was bedeutet Ihnen der Titelgewinn?
Er bedeutet mir sehr viel. Ein Meistertitel ist doch noch einmal etwas Grösseres als ein Cupsieg. Die Titelgewinne sind Entschädigungen und eine Genugtuung für die investierte Zeit und Arbeit. Wir hatten beispielsweise einen faktischen Ferienstopp ab August letzten Jahres, was natürlich Einschränkungen mit sich brachte: Ich habe heuer zum Beispiel kaum Skifahren können. Man muss sich halt anpassen und Entbehrungen auf sich nehmen können. Letztendlich ist Unihockey für mich aber immer noch ein Hobby.