Sertig-Schwinget mit offener Ausgangslage
Die Davoser Jungschwinger haben in den nächsten Wochen einige Wettkämpfe zu bestreiten. Kürzlich war ein Nachwuchs-Quintett in bernischen Fankhaus am dortigen Buebeschwinget im Einsatz. Am besten schnitt Lukas Müller (Jahrgänge 2012/13) ab, der sich gegenwärtig in guter Form befindet: Er verlor keinen Gang, klassierte sich am Ende mit 56.25 Punkten auf Rang acht und gewann einen Zweig. In der gleichen Kategorie verpasste Laurin Schlatter als Zehnter mit 55.50 Punkten den Zweiggewinn knapp, Livio Capol erkämpfte sich 53.75 Punkte und damit den 17. Platz. Bei den Jahrgängen 2008/09 landete Leo Guler mit 54.00 Punkten auf dem 14. Rang, und Ursin Camenisch holte 52.75 Punkte und damit Rang 19.
Chancen am Heim-Schwinget
Für das Heimschwingfest im Sertig rechnet sich die Davoser Delegation – die dann in grösserer Anzahl am Start stehen wird – in einigen Alterskategorien durchaus Chancen auf vordere Plätze aus. Entscheidend dafür sei zwar eine gute Einzelleistung, es brauche aber auch etwas Glück bei der Einteilung, erklärt Cheftrainer Christian Biäsch auf Anfrage. Die Buben beginnen am Samstag, 29. Juli, um 9 Uhr mit dem Anschwingen. Gemeldet sind rund 170 Jungschwinger. Extra motiviert werden müssen die einheimischen Talente nicht, auch wenn es keine Zweige zu gewinnen gibt. Denn sie können für einmal ihren Eltern und Verwandten zeigen, was sie in den letzten Monaten gelernt haben. Und sie kämpfen quasi vor der Haustüre und müssen nicht erst weit reisen.
Abschied und Abwesenheit
Am Sonntag, 30. Juli, startet der Schwinget der Aktiven mit dem Anschwingen um 9.30 Uhr. Lokalmatador Christian Biäsch – der im Organisationskomitée als Gabenchef fungiert – wird diesmal allerdings nicht mit von der Partie sein. Er wird am gleichzeitig stattfindenden Brünigschwinget teilnehmen – ein Entschluss, den er schweren Herzens getroffen hat, wie er sagt. Zwar sei es immer schön, wenn man zu Hause antreten könne, doch die Chance, an einem so renommierten Fest wie dem Brünigschwinget starten zu können, komme nicht oft vor. «Zusammen mit dem kürzlichen Aufgebot für das alle sechs Jahre stattfindende Unspunnenfest von Ende August sehe ich das Ganze als Belohnung für meine bisher starke Saison an.»