«Potenzial für Höheres ist vorhanden»
DZ: Melanie Michel, wie zufrieden sind Sie mit der abgelaufenen Saison?
Melanie Michel: Ich kann eigentlich eine ähnliche Bilanz wie bereits zu Saisonbeginn ziehen. Ich bin angesichts des turbulenten Trainings im letzten Sommer vor allem froh, dass ich alle Rennen bestreiten und trotz allem ein paar gute Resultate herausfahren konnte. Zudem konnte ich erstmals sämtliche Europacup-Speedstrecken kennenlernen und so wertvolle Erfahrungen sammeln. Von ds her gesehen bin ich mit dem Erreichten einigermassen zufrieden.
Was war aus Ihrer Sicht besonders gut?
Viele Europacup-Abfahrten waren für mich zwar wie gesagt neu, aber konnte mich jeweils in kurzer Zeit auf den Strecken zurechtfinden. Ich erzielte auch ein paar gute Resultate, spürte aber auch die fehlenden Trainingskilometer aus dem Sommertraining. Es ging nicht alles so leicht wie sonst, und ich musste mental viel arbeiten. Hin und wieder stand ich, wenn ich müde war, «neben den Schuhen» – eine Nachwirkung der im letzten Jahr erlittenen Hirnerschütterung. Wir werden daher weiter daran arbeiten, dass ich mein ideales Gleichgewicht wieder erlangen kann.
Womit wir beim nächsten Thema wären: Woran müssen Sie im Hinblick auf die Zukunft noch arbeiten?
Im letzten Sommer konnte ich nur eingeschränkt an meiner Kondition arbeiten. Wenn in diesem Sommertraining alles gut läuft, erhoffe ich mir in konditioneller Hinsicht Fortschritte. Die abgelaufene Saison war sehr anstrengend, aber ich konnte wertvolle Erfahrungen sammeln. Trainieren werde ich weiterhin mit dem B-Kader, auch wenn ich immer noch C-Kader-Status habe.