Piranha Chur auf Trainersuche
Nach zwei Spielzeiten verlängert Mark van Rooden den Vertrag als Cheftrainer bei Piranha Chur nicht mehr. Dies teilt der Klub am Freitag mit. Grund ist der lange Weg von Zürich nach Chur. Das Pendeln lasse sich energiebedingt kaum mehr mit Job und Familie vereinbaren, heisst es. Seinem Anspruch, das Beste aus dem Team zu holen, könne er so nicht gerecht werden. Der Verein bedauere den Entscheid, habe aber Verständnis dafür. Das Bedauern dürfte gross sein, schliesslich verlässt mit van Rooden ein ausgewiesener Fachmann die Bündner Hauptstadt. Seine Expertise wäre gerade in der jetzigen Phase äusserst wertvoll gewesen.
Erschwerter Umbruch
Der Weggang van Roodens trifft den Verein inmitten einer schwierigen Umbruchphase. So haben auf diese Saison hin langjährige Teamstützen, darunter die Nationalspielerinnen Seraina Ulber, Anja Dellagiovanna oder Katrin Zwinggi, ihren Rücktritt gegeben. Das Durchschnittsalter des Teams sank unter 22 Jahre. Das Resultat zeigte sich im frühen Play-off-Aus. Mit 1:4 verlor Chur die Viertelfinalserie gegen die Red Ants Rychenburg Winterthur klar. Dies nachdem man in den vergangenen Jahren regelmässig bis in den Final vorgestossen ist.
Auch Mark van Rooden konnte das frühe Ausscheiden nicht verhindern. In dieser Umbruchsaison konnte aber auch nicht erwartet werden, dass die Piranhas um den Titel spielen werden. Erst recht nicht mehr, als erschwerend hinzukam, dass Flurina Marti lange verletzt ausfiel und Corin Rüttimann den Verein während den Playoffs vorübergehend in Richtung Schweden verliess. Ganz im Gegenteil: Mit Platz 3 in der Qualifikation ist bewies van Rooden, dass das junge Team ein Versprechen für die Zukunft ist.