Piranha bleibt gegen IKSU chancenlos
Als das offensiv weltbeste Team bezeichnete Corin Rüttimann vor der Halbfinalpartie am Champions Cup von Piranha gegen IKSU ihre Gegnerinnen. Was Rüttimann, die selber einmal bei IKSU gespielt hatte, damit meinte, war in den ersten Minuten des Spiels zu sehen. Piranha, das mit zwei Formationen begann, kam zwar ab und an zu Gelegenheiten. Aber diese waren häufig zu wenig zwingend. Bei jedem Angriff der Schwedinnen hingegen herrschte Alarmstufe rot.
Vor allem im Startdrittel kam Piranha unter die Räder. Das beste Beispiel, wo die Unterschiede der beiden Teams in den ersten 20 Minuten lagen, boten die ersten zwei Einsätze der Partie. Im ersten kontrollierte Piranha mehrheitlich den Ball, wurden aber nie gefährlich. Im zweiten Einsatz konnte IKSU erstmals kontrolliert aufbauen. Mit einem einzigen Pass aus der eigenen Zone kamen die Schwedinnen in eine gute Abschlussposition. Der Ball prallte von Piranha-Hüterin Jill Münger nach vorne ab, wo Myra Aggestal bereitstand und verwertete. Kurz darauf erhöhte IKSU das Verdikt bereits auf 2:0. Nach einem zwischenzeitlichen Lichtblick – dem 1:2 von Katrin Zwinggi, die in der siebten Minute alleine auf IKSU-Torhüterin Lovisa Hedin losziehen konnte – wurden die Hoffnungen auf ein enges Spiel bereits kurz darauf wieder zerstört.
Nur gerade 39 Sekunden nach dem 1:2 war der zwei-Tore-Vorsprung durch Alice Granstedt wiederhergestellt. Was dann folgte, war die stärkste Phase der Schwedinnen der Partie. In regelmässigen Abständen schraubten die Schwedinnen das Resultat weiter in die Höhe. Den Schlusspunkt im ersten Abschnitt setzte die finnische Nati-Spielerin Veera Kauppi, welche in der 18. Minute in Überzahl zum 6:1 einnetzte. Das Spiel war damit bereits entschieden und Piranha begab sich schon sichtlich geknickt vom Platz.