Malanser Niederlage gegen Floorball Köniz frühzeitig besiegelt
von Heinz Grass, UHC Alligator Malans
In noch sehr guter Erinnerung bei Duellen gegen Floorball Köniz sind die äusserst hochstehenden Partien mit knappen Ausgängen der vergangenen Play-off-Halbfinalserie.
Nun, nur einige Monate später, die gleichen Teams im Direktduell, aber vom Spielverlauf her mit umgekehrten Vorzeichen! Die Defensivabteilung der Malanser schien noch gar nicht in Köniz angekommen zu sein, denn nach sechs Spielminuten zeigte die Match-Tafel bereits ein 4:0 fürs Heimteam an. Vier Tore bei nur sechs Könizer Abschlüssen war nun auch für Headcoach Pius Caluori klar zu viel und er beorderte seine Mannen zum Timeout. Offenbar fand er mit seinem Weckruf die richtigen Worte, denn mit dem ersten Malanser Treffer durch Topscorer Tim Braillard kehrte die Ordnung in den Malanser-Linien etwas zurück. Fortan stieg denn auch die Chancengleichheit um einiges an. Wie schon am Vortag wurde Verteidiger Kevin Berry vom Coach an die linke Flügelposition beordert. Offenbar mangels zu wenig Rechtsauslegern im Portfolio der Mannschaft wurde diese Massnahme entschieden. Weitere Tore blieben im Startdrittel aber trotz einer kleinen Bankstrafe gegen Simon Nett und der gut stehenden Malanser-Box dennoch aus.
Meister lässt nicht locker
Der Schweizermeister blieb auch im Mittelabschnitt vorerst mehrheitlich die spielbestimmende Mannschaft und auch mit klarem Chancenplus. Jonas Wittwer im Malanser Tor rettete abermals deren Abschlüsse in extremis und hielt sein Team weiterhin auf Schlagdistanz. Allerdings musste auch Wittwer sich der geballten Könizer Angriffsbemühungen in der 29. Spielminute beugen, als Raul Willfratt das Skore auf 5:2 erhöhen konnte. Erneut opferte sich in der Folge der mit sehr viel Kämpferherz agierende Topscorer Braillard, indem er sich einen Ball erkämpfte und den frei stehendem Joel Friolet mittels eines tollen «Laserpasesses» bediente, welcher mit der Direktabnahme wieder verkürzen konnte. Eine weitere Malanser Bankstrafe gegen Dan Hartmann fruchtete aus Sicht der Platzherren erneut nicht. Zu gut stand die Box der Bündner, was seitens Köniz bestimmt noch zu einer weiteren Trainingseinheit führen wird. Ab Spielhälfte erhöhten nun auch die Alligatoren zunehmend den Druck und spielten fortan mit zwei Blöcken. Immerhin konnten die Bündner dieses Mitteldrittel dadurch auch skoremässig ausgeglichen behalten und die Hoffnung steigern, dass mit einem Feuerwerk im Schlussabschnitt nochmals die Spannung ins Spiel zurückkehrt.