Malans bodigt Winterthur
von Thomas Rentsch, Alligator Malans
Das Spiel startete ereignisarm, mit zwei Chancen erzielten die Winterthurer zwei Tore – Dan Hartmann konnte in der 12. Minute mit einem schönen Rush den ersten Treffer für Malans erzielen. Nach dem schön vorbereiteten 3. Treffer durch Nils Conrad war im ersten Abschnitt nur noch ein blitzschneller Abschluss von Kevin Bebi nennenswert: Torhüter Gruber reagierte mit einer ersten Glanztat.
Auch nach der ersten Pause kam das Malanser Spiel nicht wie zuletzt in Fahrt: Im Aufbau schlichen sich viele Fehler und hektische Aktionen ein. Es brauchte eine Strafe gegen den HCR, damit die Malanser zu offensiven Aktionen kamen: Hartmann und Berry spielten sich den Ball so lange zu, bis die Lücke für den Pass zu Joel Friolet offen war und dieser knapp an Torhüter Gruber vorbei den Treffer markieren konnte. Die Bündner kamen nun besser in Schwung – allerdings blieb die Spielauslösung ein Sorgenkind. Den Zürchern gelang es immer wieder, die Bemühungen der Alligatoren zu durchschauen und tauchten mit Kontern gefährlich vor Wittwer auf. Dieser war nun, wie sein Kollege gegenüber vermehrt gefordert – beide zeigten teilweise spektakuläre Paraden.
Gegen Wöckes zweiten Treffer hatte Wittwer aber nichts auszurichten (32.). In der Folge zeigte sich Remo Buchli mit einem herrlichen Treffer von seiner besten Seite. Nach seinen zwei abgesessenen Spielsperren schien bei diesem Abschluss richtiggehend Pulverdampf in die Axa-Arena zu entschweben. Zwei Strafen gegen beide Teams brachten gegen Ende des Drittels keinen Ertrag, wobei der HCR in Überzahl zu guten Chancen kam – Malans aber in derselben Sequenz auch in Unterzahl hätte ausgleichen können.
Die Geschichte des letzten Drittels beginnt mit einer ziemlich grossen Malanser Personalrochade. Die Anpassungen in allen drei Linien brachte endlich mehr Tempo und Zusammenhang ins Bündner Spiel. Dank weiteren Grosstaten der beiden Torhütern änderte sich das Skore aber lange neun Minuten nicht. Dann zeigten Kevin Berry und Dan Hartmann, dass sie nicht zum ersten Mal zusammenspielten: ein idealer Laufweg in den Slot von Hartmann, des Verteidigers Übersicht und feine Hände – der Center brauchte nur noch abzulenken.