Lakers verlieren kurioses Spiel im Emmental
Der 4:2-Erfolg am Samstag gegen Ambri-Piotta war sicher Balsam für die geschundene Lakers-Seele, hatten die Rosenstädter doch davor in der Meisterschaft zehnmal in Serie verloren. Viel Schwung oder Selbstsicherheit verlieh der insgesamt sechste Saisonsieg dem Schlusslicht der National League aber nicht. In den ersten zwei Dritteln hatten sie den Langnauern gestern Dienstag nicht viel entgegenzusetzen. Die Tigers zeigten sich bissiger in den Zweikämpfen, verteidigten solider und hatten auch spielerisch mehr zu bieten. Die Folge davon: Völlig verdient führte das Heimteam zur Spielmitte 4:1.
Chris DiDomenico eröffnete bereits in der zweiten Minute den Torreigen und doppelte in der Startphase des zweiten Abschnitts nach einem Geschenk von Antonio Rizzello – der Lakers-Captain spielte den Puck als hinterster Mann an der offensiven blauen Linie direkt auf den Stock des Tigers-Topskorers – nach (23.). 95 Sekunden später verwertete Alexei Dostoinov direkt im Slot (25.). Und dann traf auch noch Pascal Berger nach einem sehenswerten Angriff (29.).
Erstaunlicher Bruch
Aus heiterem Himmel kam es danach aber zum Bruch im Spiel der Emmentaler. Ob sie sich ihrer Sache zu sicher waren? Oder war es etwa der Torhüterwechsel, den Lakers-Headcoach Jeff Tomlinson nach dem vierten Gegentor in der Absicht vorgenommen hatte, sein Team wachzurütteln, der die Kräfteverhältnisse verschob?
Fakt war jedenfalls, dass die Langnauer merklich abbauten und letztlich froh sein mussten, sich noch irgendwie über die Ziellinie gerettet zu haben. Denn nach Treffern von Cédric Hüsler (37.) und Casey Wellman (42.) wurde es im Schlussdrittel nochmals richtig spannend in der Ilfishalle. Die Lakers hatten nun Lunte gerochen, sahen eine reelle Chance, zum erst zweiten Mal in der laufenden Saison zweimal in Folge zumindest zu punkten.