Lakers präsentieren sich besser, aber erneut nicht gut genug
Bern war letztlich auch im fünften Saisonvergleich zu stark für die Lakers. Dennoch konnte Letzteren am Freitagabend gegenüber der Partie vom 2. Januar bei den ZSC Lions (0:1-Niederlage) eine Leistungssteigerung attestiert werden. Der Plan von Headcoach Jeff Tomlinson, der Offensive seines Teams mit veränderten Sturmlinien neue Impulse zu verleihen, ging speziell im ersten Drittel auf. Nachdem in den Partien davor fast ausschliesslich die Topformation um Danny Kristo und Casey Wellman offensive Akzente zu setzen vermochte, konnten diesmal drei der vier Linien für Torgefahr sorgen.
Zuträglich war dem Offensivspiel der Lakers sicher auch, dass sie mutiger auftraten als noch im Hallenstadion. Da die Verteidiger weiter aufrückten, standen die Rosenstädter kompakter und hatten so besseren Zugriff aufs Spiel.
Dies barg allerdings auch Risiken. Nach einem Puckverlust von Andri Spiller in der offensiven Zone entwischte Berns wieselflinker Nationalstürmer Tristan Scherwey, umkurvte cool SCRJ-Keeper Melvin Nyffeler und schob Backhand zur 1:0-Führung ein (9.).
Entscheidung vor zweiter Pause
Eine ähnliche Szene ereignete sich bei Spielmitte. Diesmal rutschte Lakers-Verteidiger Leandro Profico als hinterster Mann an der offensiven blauen Linie der Puck durch, worauf mit Scherwey und Gregory Sciaroni sogar gleich zwei Berner alleine auf Nyffeler losziehen konnten. Zum Glück für die Gastgeber stellte sich das Duo etwas kompliziert an und wehrte sich Nyffeler tapfer, sodass der Patzer folgenlos blieb.
Defensive Aussetzer häuften sich in der Folge im Spiel der Lakers. Bern konnte vorerst aber nicht profitieren – einmal, weil SCRJ-Verteidiger Jorden Gähler den Puck von der Linie kratzte (34.). Wenig später schlug es dann aber doch ein zweites Mal hinter Nyffeler ein. Wortwörtlich, denn der Schuss von SCB-Hüne Calle Andersson im Powerplay war ein Hammer sondergleichen und passte präzis unter die Latte (38.). Die Entscheidung, denn in der Defensive spielt der SCB, der dank dieses Sieges dem EV Zug (verlor 0:3 in Langnau) die Tabellenführung entriss, aktuell schlicht zu abgeklärt, als dass sich ein 0:2-Rückstand noch wettmachen liesse. Da konnten sich die Rosenstädter noch so bemühen. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Nach einem Geschenk der Berner Powerplay-Formation gelang Jan Mosimann in der 55. Minute doch noch der erste Lakers-Treffer im neuen Jahr.