Lakers bändigen die Tigers
Der Wunsch, den Lakers-Geschäftsführer Markus Bütler in einem Interview gegenüber dieser Zeitung geäussert hatte (Ausgabe vom Freitag), wurde von «seiner» Mannschaft erhört. Sie schenkte ihren Fans im letzten Heimspiel der Qualifikation einen Sieg, den genau zehnten im 48. Meisterschaftsspiel der laufenden Saison, den achten im eigenen Stadion.
Zu verdanken hatten die Rosenstädter den Erfolg einerseits einer in dieser Spielzeit selten gesehenen Effizienz im Abschluss, andererseits etwas Glück und nicht zuletzt ihrem stark parierenden Goalie Melvin Nyffeler.
Jeder vierte Schuss ein Treffer
Der Lakers-Keeper stach sein Gegenüber Damiano Ciaccio klar aus. Denn während Nyffeler zunächst mehrfach die Gästeführung verhinderte und dann mit weiteren Topparaden die Lakers-Führung verteidigte, machte der Tigers-Schlussmann bei den ersten vier Gegentreffern nicht die beste Figur. Beim 1:0 (11.) rutschte ihm ein Direktschuss von Kay Schweri zwischen Arm und Körper durch. Beim 2:1 (16.) von Kevin Clark im Powerplay – dazwischen hatte Langnau von einem unnötigen Puckverlust von Lakers-Verteidiger Cédric Hächler in der eigenen Zone profitieren und durch Pascal Berger ausgleichen können – wehrte er einen Schuss von Corsin Casutt direkt in den Slot auf den Stock des Kanadiers ab. Beim 3:1 von Steve Mason – vorausgegangen war ein Scheibengewinn der Lakers in der offensiven Zone nach einem hartnäckigen Forechecking – liess sich Ciaccio dann in der nahen Ecke erwischen (22.). Und beim 4:1, das lediglich 168 Sekunden später fiel, sah er erst recht unglücklich aus, weil er den nach einem Distanzschuss von Nico Gurtner von der Bande zurückspringenden Puck mit seinem Beinschoner gleich selber ins Netz spedierte.
So kam es, dass von den ersten 13 Schüssen der Rapperswil-Joner auf das Langnauer Tor nicht weniger als deren vier den Weg ins Netz fanden – was einer aussergewöhnlichen Effizienz entspricht.
Nyffeler wie eine Wand
Und so wurde es möglich, dass es in der SGKB-Arena bereits früh im Mitteldrittel zu ersten stehenden Ovationen kam. Weitere folgten, nachdem Schweri rund vier Minuten vor Schluss mit seinem zweiten persönlichen Treffer an diesem Abend zum 5:2-Schlussstand alles klar gemacht hatte. Bis dahin war die Partie noch keineswegs gegessen gewesen. Denn die Gäste, die eines von acht (!) Teams sind, die sich immer noch mitten im Kampf um die Play-off-Tickets befinden, setzten alles daran, die Pleite doch noch abzuwenden.