Davoser als «Blaulinien-Pioniere»
In der Schweiz gibt es ein technisches Reglement für Eissportanlagen, das für sämtliche Stufen gilt. Für die beiden obersten Ligen – National League und Swiss League – gibt es Zusatzanforderungen, die erfüllt werden müssen, wie David Solèr, Leiter Eis- und Sommersport-anlagen der Gemeinde Davos, erklärt. Gleichzeitig fungiert er auch noch als Vorsitzender des «Infrastructure Committees» der National und Swiss League. Zu dieser Funktion gekommen ist er vor rund fünf Jahren, wie er auf Anfrage sagt. «Ich habe durch den Spengler Cup national und international ein grosses Netzwerk. Ich wurde angefragt und habe zugesagt.»
Regelanpassungen an der WM
Regelanpassungen werden vom internationalen Eishockeyverband jeweils während einer Weltmeisterschaft besprochen und beschlossen. In den letzten Jahren wurden beispielsweise die Torräume angepasst, und heuer waren die blauen Linien an der Reihe. Neu soll die Mittelzone einen Viertel des ganzen Eisfeldes ausmachen, weshalb die erwähnten Linien verschoben werden müssen. Die WM findet normalerweise im Mai statt, der Schweizer Eishockeyverband beschliesst jedoch erst im Juni, ob er die Anpassungen übernehmen möchte oder nicht. «Viele der grossen Eisbahnen haben dann schon wieder Eis, was eine Anpassung natürlich erschwert», stellt Solèr fest. Die Davoser Eismeister würden jeweils ausprobieren, wie die Neuerungen umgesetzt werden könnten, und die gemachten Erfahrungen dann an ihre Schweizer Kollegen weitergeben – auch heuer wieder, als es um die Versetzung der blauen Linien ging. «Wir haben als eine der ersten grossen Eisbahnen sehr früh wieder Eis und sind darum bei den Ersten, welche die Korrekturarbeiten bei Regeländerungen, das Eisfeld betreffend, vornehmen. Wir nehmen also eine Art Pionierfunktion wahr.»