Gianola: «Wir bedauern es, verstehen aber den Entscheid»
In einem Interview mit RSO-Reporter Patrick Ulber äussert sich der OK-Präsident des Spengler Cups über die Absage und blickt in die Zukunft.
Marc Gianola, heute ist die Hiobsbotschaft gekommen. Der Kanton entzieht dem HC Davos die gesundheitspolizeiliche Bewilligung. Heisst, der Spengler Cup findet dieses Jahr nicht statt. Wie haben sie den Entscheid aufgenommen?
Marc Gianola: «Man muss den Entscheid akzeptieren. Wir haben sehr viel gemacht, um die ganze Organisation aufrechtzuerhalten. Wir konnten sogar in den letzten Wochen zwei Teams auswechseln. Die Hiobsbotschaft vom HC Davos von 17 Fällen war dann aber einer zu viel. Wir bedauern es, verstehen aber den Entscheid.»
Hätte der Entscheid anders ausgesehen, wenn man nur den HC Davos ausgeschlossen hätte? Oder wurde die Bewilligung für das ganze Turnier entzogen?
«Der Grund für die Absage war nicht, dass wir nur mit fünf oder sechs Mannschaften gespielt hätten. In diesem Fall stand die medizinische Sicherheit von unseren Mannschaften und Zuschauern im Vordergrund, die nicht gegeben werden konnte.»
«Wenn der Arzt anruft, dann ist es meist keine gute Nachricht»
Sie haben lange gekämpft, konnten sogar zwei neue Ersatzmannschaften finden. Ist die Absage jetzt besonders bitter?
«Es ist immer bitter, wenn man alles gibt und es dann nicht ganz reicht. Aber wir sind Sportler, wir können mit Niederlagen umgehen. Darum heisst es aufstehen und ‹Grind aba und wiiter seckla›.»