Fabian Kindlimann und Marc Jörger Co-Sieger am Sertig-Schwinget
Von Patrick Casanova*
Im dicht befrachteten Schwingkalender sind Terminkollisionen gerade in einer eidgenössischen Saison kaum vermeidbar. Neben dem hochklassig besetzten Brünig-Bergkranzfest, an dem sonntags die besten Nordostschweizer teilnahmen, fand mit dem Ricken-Schwinget noch ein zweites traditionsreiches Ostschweizer Regionalfest zeitgleich mit dem Treffen der Bösen im Davoser Hochtal statt. Das Sertig-Schwinget war so wie auch aufgrund verletzungsbedingter Absenzen an der Spitze dünner besetzt als auch schon. Dies eröffnete vor 800 Zuschauern gleichzeitig nachrückenden Schwingern Chancen auf ein Spitzenresultat.
Kindlimann mit «Gestelltem» im Anschwingen
Fabian Kindlimann, der einzige «Eidgenosse» im Teilnehmerfeld, stellte zum Auftakt gegen den Thurgauer Teilverbandskranzer Marco Oettli. Kindlimann wie Oettli gewannen ihre weiteren Gänge bis zum Mittag und blieben dadurch in Lauerstellung, derweil sich der zweite anwesende Thurgauer Teilverbandskranzer, Michael Steiner, mit einer Niederlage und einem Gestellten bereits früh aus der Entscheidung um den Tagessieg verabschiedete. Neben dem Sarganserländer Kranzer Kjetil Fausch wies auch der Emser Marc Jörger zur Mittagspause das Punktemaximum auf, sodass die Einteilung die beiden Führenden im vierten Gang aufeinander ansetzte. In einem hartumkämpften Duell behielt Jörger kurz vor Ablauf der Gangdauer das bessere Ende für sich und brachte sich dadurch in eine vorteilhafte Ausgangslage. Durch einen Sieg im fünften Gang gegen Oettli zog der 28-Jährige mit dem Punktemaximum in den Schlussgang ein.