Es ist Zeit für einen Schweizer Exploit
Es war hauchdünn. Nur 0,39 Sekunden fehlten Priska Nufer als beste Schweizerin am Abfahrt-Weltcup in Crans-Montana für einen Platz auf dem Podest. Schön wäre es gewesen, sich in der Heimat auf das Treppchen zu stellen und sich von Familie und Fans feiern zu lassen.
Doch den Schweizer Skirennfahrerinnen bleibt gar keine Zeit zu hadern, denn schon am nächsten Wochenende haben sie die Chance, bei einem Heimrennen ganz vorne mitzufahren. Spannung ist auf der Piste «Silvano Beltrametti», eine der schwierigsten Rennpisten im Frauen-Weltcup, garantiert: In beiden Disziplinen ist das Rennen um die Kristallkugeln noch völlig offen.
Im Riesenslalom stehen nach dem Weltcup in Lenzerheide noch zwei weitere Rennen an, wobei noch fünf Athletinnen rechnerische Chancen auf die kleine Kugel machen können.
Brignone brilliert im Super-G
Im Super-G hingegen hat sich die Italienerin Federica Brignone in den sieben von neun Rennen bereits in beste Ausgangslage gebracht. Die Schweizerinnen Lara Gut-Behrami und Corinne Suter liegen derweil gleichauf im 5. Zwischenrang. Ihr Rückstand auf Brignone lässt sich allerdings auch im Optimalfall mit zwei Siegen nicht mehr wettmachen.
Trotzdem stehen die Aussichten auf einen Schweizer Jubeltag in Lenzerheide gut, denn wer im Kanton Graubünden ein Schweizer Weltcup-Sieg bejubeln will, der sollte bei den Frauen zuschauen. Wendy Holdener gewann in Lenzerheide 2016 und 2018 in der Kombination, Lara Gut-Behrami sicherte sich 2014 im Super G und der Abfahrt gar einen doppelten Triumph.