Erste Niederlage im letzten Spiel der Qualifikation
Von Piranha Chur
Die 216 Zuschauer sahen in der gewerblichen Berufsschule in Chur von Beginn weg ein harmloses Heimteam. Piranha leistete sich in allen Bereichen des Spiels sehr viele Eigenfehler und startete völlig ohne Kontrolle. Der Gast aus Burgdorf fing gefallen daran, dass die Churerinnen nicht ballsicher waren, störten früh und aggressiv und kamen so von Beginn weg zu mehreren guten Tormöglichkeiten.
Piranha Chur, bereits sicherer Qualifikationssieger, hatte seine Freude am Spiel und seine Ideen wohl in der Garderobe vergessen. Anders sind die Aussetzer nicht zu erklären, welche sich die Churer Spielerinnen leisteten. Zwar fehlten mit Flurina Marti, Géraldine Rossier und Luisa Cotti gleich drei Verteidigerinnen, trotzdem dürfen diese Absenzen nicht als Erklärung für den schlechten Start ins Spiel gelten, ist die Churer Mannschaft doch durch eine ausgezeichnete Breite gesegnet. Die Bernerinnen liessen sich nicht aus ihrem Konzept bringen und zogen ihr Spiel durch. Daraus resultierte ein 2:0 Vorsprung zur ersten Pause.
Wer sich fürs zweite Drittel auf ein komplett verwandeltes Piranha Chur freute, wurde früh enttäuscht, denn es zeigte sich weiterhin ein ähnliches Bild. Zwei weitere Male waren die Bernerinnen erfolgreich und erarbeiteten sich dadurch eine 0:4 Führung zur Spielmitte. Danach sah sich Piranha's Headcach Daniel Darms gezwungen, auf zwei Verteidiger- und drei Sturmlinien zu reduzieren. Diese Massnahme zeigte ansatzweise Wirkung. Kurz vor Drittelsende wurden die Zuschauer dann endlich mit dem ersten Tor fürs Heimteam belohnt. Seraina Ulber legte auf für Nicole Capatt, welche im Slot in ihrem gewohnten Stil kaltblütig einschob.