Vor Play-off-Final: Diese beiden Bündner kämpfen um den Titel
Zuerst etwas Statistik: Servette ist Qualifikationssieger. Biel ist Zweiter. Wobei bloss das bessere Torverhältnis für Genf spricht. Von vier Direktduellen gingen deren drei an Servette. Wobei zwei Aufeinandertreffen noch im Frühherbst stattfanden. Insofern ist Tino Kessler kein Prophet, wenn er vor dem Play-off-Final sagt, er erwarte «eine sehr enge» Serie.
Kessler ist Stürmer beim EHC Biel. Und Bündner. Im Oktober 2019 verliess er seinen Jugendklub Davos erst leihweise, später definitiv in Richtung Seeland. Beim HCD baute man nicht mehr auf den Flügelspieler. In Biel macht der 26-Jährige gerade seine beste Saison der Karriere: 26 Skorerpunkte in der Qualifikation, bisher sieben in den Play-offs. «Ja, so gut wie jetzt lief es bislang noch nie», sagt Kessler, der in den Play-offs neben Topskorer Toni Rajala und Jere Sallinen auflaufen darf. «Ich erhalte viel Eiszeit und ganz allgemein jene Wertschätzung, die ich mir wünsche», so Kessler. Dass die Bieler nach dem 4:0-Sieg im Halbfinal gegen die ZSC Lions eine längere Pause hinter sich haben, sieht er nicht als Nachteil. «Das spüren wir vielleicht in Spiel 1 im ersten Drittel, wenn überhaupt.»
Kessler geht davon aus, dass die Ausnahmekönner der beiden Teams die Finalserie entscheiden werden. «Sie haben starke Individualisten, die wir aus dem Spiel nehmen müssen. Gleichzeitig haben wir die Aufgabe, unsere Spieler in Position zu bringen.»
Mayer schweigt
Bloss gilt es dann, auch Robert Mayer noch zu bezwingen. Der Goalie, der in Haldenstein gross wurde, überzeugt in den Play-offs mit einer Fangquote von über 94,3 Prozent. Pro Partie kassiert er im Schnitt bloss 1,57 Gegentreffer. Im Halbfinal gewann der 33-Jährige gar das Goalieduell gegen Leonardo Genoni.