Starkes Startdrittel genügt: Die Schweiz schlägt an der WM auch Norwegen
Das Spiel: Zum Auftakt gegen Slowenien brauchen die Schweizer am Samstag gut 15 Minuten, um im Spiel anzukommen. Gegen Norwegen reichen einige Sekunden. Die Schweizer überfahren die Nordländer in den Startminuten richtiggehend, kommen im Minutentakt zu Chancen. Nur: Im entscheidenden Moment sind sie vor dem Tor entweder etwas zu ungenau. Oder zu verspielt. Bis zur 9. Minute und dem 1:0 durch Simion, herrlich aufgelegt von Miranda, der die Scheibe ins Zentrum spielt. Eigentlich müssten die Schweizer bald höher führen. Doch Marti (er trifft einmal nur den Pfosten), Malgin und Bertschy (mit einem Buebetrickli in Unterzahl) verpassen es, zu erhöhen. Und als Moser das 2:0 erzielt, nehmen es die Schiedsrichter nach Videostudium wieder zurück. Das 2:0 fällt dann kurz vor der Pause doch noch. Glauser schliesst nach herrlichem Durchspiel auf engem Raum ab.
Den Schwung können die Schweizer nicht in den Mittelabschnitt mitnehmen. Es harzt gewaltig – auch weil sie sich mit Strafen immer wieder selbst schwächen. Als Herzog und Fora draussen sitzen, dürfen die Norweger gar 30 Sekunden mit fünf gegen drei spielen. Gefährlich wird es nicht einmal dann. Was auch zeigt: Das Schweizer Boxplay funktioniert.
Das Schlussdrittel? Ähnlich ereignislos wie schon die 20 Minuten zuvor. Die Norweger können nicht, die Schweizer müssen nicht. Das Torschussverhältnis sagt viel: 3:2 aus Schweizer Sicht. Interessant wird's erst in den Schlussphase: Erst vergeben Haas und Miranda bei der 2:1-Situation den dritten Treffer. Dann schiesst Loeffel die Scheibe aus dem eigenen Drittel (!) aufs leere Tor und trifft den Pfosten. Dann sorgt Niederreiter, ebenfalls ins leere Tor, mit seinem zweiten WM-Treffer für das 3:0.