Niederreiter nach Prügelei: «Vielleicht ganz gut, passierte das im ersten Spiel»
Die Nachricht kam überraschend. Am vergangenen Wochenende wird bekannt: NHL-Stürmer Nino Niederreiter wechselt per sofort von den Nashville Predators zu den Winnipeg Jets. Der Churer war bloss ein halbes Jahr in Nashville – und wurde vom Transfer ebenfalls überrascht. «Wir waren gerade im Bus, als die Nachricht kam», so der 30-Jährige in einem Interview mit ausgewählten Schweizer Journalisten. «Es war ein harter Moment.» Und ein emotionaler dazu. Gerade weil sich die Wege von Niederreiter und seinem Teamkollegen und Landsmann Roman Josi bei den Predators bereits wieder trennen. «Wir haben uns später in seinem Zimmer getroffen. Und mussten beide heulen. Wir waren beide schockiert.» Am Abend gab es ein letztes gemeinsames Essen. «Es war so schwierig, ihm in die Augen zu schauen», so Niederreiter.
Die ersten Stunden nach dem Transfer waren aber nicht nur emotional. Sondern auch hektisch. «Ich war nonstop am Telefon», so der Bündner. Weil der Wechsel nach Winnipeg auch ein Wechsel in ein neues Land bedeutete, war der Aufwand nochmals etwas grösser. Niederreiter befand sich mit Nashville gerade auf einem Auswärtstrip, musste erst nach Hause fliegen, um seinen Pass zu holen und anschliessend gleich wieder an den Flughafen für die Reise nach Kanada. Fünf Stunden habe er gehabt, um seine Sachen zu packen.