Nach HCD-Aus: Dieses Bündner Quartett kämpft noch um den Titel
Nein, der Meisterpokal kommt definitiv nicht nach Graubünden zurück. Für den HC Davos ist die Saison nach den Play-off-Viertelfinals gegen die ZSC Lions vorbei. Und doch: Vier Bündner haben noch Titelchancen:
Robert Mayer, Torhüter, Servette
Qualifikationssieger Servette ist das einzige Team, das auch in den Play-offs auf Goalierochade setzt. Gauthier Descloux und Robert Mayer teilen sich den Job im Kasten der Genfer. Wobei Mayer die Nase im teaminternen Duell leicht vorne hat. Der tschechisch-schweizerische Doppelbürger, der in Tschechien zur Welt kam, seine Kindheit aber in Haldenstein verbrachte, kommt in den Play-offs auf eine Fangquote von über 94 Prozent. Und: Der 33-Jährige brillierte gar als Torschütze. Im sechsten Spiel in den Viertelfinals gegen Lugano schoss Mayer die Scheibe von der eigenen Torlinie ins leere gegnerische Tor. Nach einem missglückten Abstecher zum HC Davos, wo er sich mit Trainer Christian Wohlwend verkrachte, spielt der Bündner seit dieser Saison wieder in Genf, wo er bereits zwischen 2014 und 2020 unter Vertrag stand. Einen Titel hat Mayer noch nie gewonnen.
Tino Kessler, Stürmer, Biel
Weil er in Davos zu wenig Verantwortung und Eiszeit erhielt, wechselte der Stürmer, der seine Nachwuchszeit beim HC Prättigau-Herrschaft verbrachte, 2020 zum EHC Biel. Nach harzigem Start hat sich Kessler im Seeland einen Stammplatz erkämpft. In der Qualifikation realisierte er 26 Skorerpunkte – der beste Wert in seiner bisherigen Karriere. In den Play-offs gegen Bern durfte Kessler neben Weltmeister und Olympiasieger Toni Rajala ran – und buchte in sechs Spielen drei Punkte. Bereits im Dezember hat der 26-Jährige seinen Vertrag in Biel verlängert. Folgt nun der Meistertitel?