Der HCD macht das halbe Dutzend voll und verbessert sich auf Rang 2
Nach der elftägigen Nationalmannschaftspause melden sich beim HC Davos drei Spieler zurück, die zuvor verletzt waren: Verteidiger Sven Jung sowie die Stürmer Simon Knak und Valentin Nussbaumer. Trainer Josh Holden kann somit in Kloten in Bestbesetzung spielen lassen. Für Marc Wieser hat es keinen Platz. Der routinierte Stürmer ist überzählig.
Das Spiel
Fünfmal in Folge gewann der HCD vor der Länderspielpause. Doch diese hat Rost angesetzt. Davos findet im ersten Drittel nie ins Spiel. Ganz anders die Klotener. Sie sind aktiver, gedanklich schneller und in den Zweikämpfen energischer. Und sie bringen immer wieder Zuspiele durch den Davoser Slot an. Nach solchen muss Goalie Sandro Aeschlimann klären – gegen Bernd Wolf (13.), gegen Daniel Audette (15.) und gegen Niko Ojamäki (17.). In der 18. Minute ist Aeschlimann machtlos: Kloten erobert vor dem eigenen Tor den Puck und schaltet sofort um. Mischa Ramel spielt quer zu Thomas Grégoire, der das Heimteam verdient in Führung bringt.
Im zweiten Drittel zeigt der HCD seinem Gegner, wie man Powerplay spielt. Zunächst bringt Kloten in zwei Überzahlgelegenheiten nichts Zwingendes zustande. Dann kann der HCD erstmals mit einem Mann mehr agieren. Die Scheibe läuft und gelangt zu Filip Zadina. Der Tscheche fackelt nicht und trifft mit einem Handgelenkschuss ins Lattenkreuz zum 1:1 (28.). Eine knappe Minute später zeigt auch Enzo Corvi seine Genialität. Mit seinem Rückpass überrascht er die gesamte Klotener Defensive inklusive Goalie und ermöglicht Matej Stranksy den Schuss ins weit offene Tor. Davos hat die Partie gedreht, doch das Heimteam schlägt zurück: In der 31. Minute trifft Miro Aaltonen – nach einem Pass durch den Slot – zum 2:2. Danach beruhigt sich das Geschehen wieder. Bis sich Simon Knak in der 38. Minute an der Bande durchsetzt. Der frühere Kloten-Junior hat auch noch das Auge für seinen Sturmpartner Rico Gredig. Mit seinem zweiten Saisontor bringt der 19-Jährige den bis dahin effizienten HC Davos erneut in Führung.
Im dritten Abschnitt zeigen die Davoser das, was sie in dieser Saison schon oft ausgezeichnet hat: Wenn sie gegen Matchende in Führung liegen, sind sie in Kontrolle über das Geschehen und lassen kaum noch etwas anbrennen. So machen sie an diesem Abend für die Offensive zwar nicht mehr viel und bleibt das Spiel eng, doch kommt Kloten nicht in gute Abschlusspositionen. Mit seinem Treffer ins leere Tor macht HCD-Topskorer Adam Tambellini 54 Sekunden vor der Schlusssirene alles klar. Der HC Davos gewinnt zum sechsten Mal in Folge und grüsst neu von Tabellenplatz 2.