Bittere Pleite gegen Deutschland: Schweiz scheitert erneut im WM-Viertelfinal
Das Spiel:
Schweiz gegen Deutschland, das Duell der grossen Rivalen, und das in einem WM-Viertelfinal. Was willst du mehr? Die Schweizer steigen mit viel Tempo in die Partie, der aufgerückte Marti kommt nach einem Konter zum ersten gefährlichen Abschluss. Goalie Niederberger ist aber mit seinem Beinschoner dran. Das erste Tor fällt aber auf der anderen Seite – unter gütiger Mithilfe Mayers. Der Servette-Goalie lässt einen harmlosen Schuss von Kastner zwischen seinen Beinen passieren. Ein Horrorstart. Auf den die Schweizer ziemlich geschockt reagieren. Bis sie mal wieder gefährlich vor dem deutschen Tor auftauchen, dauerts. Und: Die Deutschen kommen nach zwölf Minuten zu ihrem ersten Überzahlspiel. Das Schweizer Boxplay funktioniert aber einmal mehr an diesem Turnier sehr gut, die gefährlichste Chance in diesen zwei Minuten gehört gar Richard, der aber an Niederberger scheitert. Und weil danach nichts gefährliches mehr passiert, geht es mit dem 0:1 in die erste Pause.
Das zweite Drittel startet dann mit einem Schweizer Paukenschlag. Bloss 47 Sekunden dauerts bis die Schweiz mit dem ersten Abschluss im Mittelabschnitt den Ausgleich macht. Verteidiger Siegenthaler trifft ins hohe Eck, Hischier sorgt vor dem Tor für Verkehr. Der Walliser und Riat vergeben kurz darauf gar das 2:1. Der Schweizer Schwung wird durch zwei Strafen gebremst. Er kassiert Ambühl eine 4-Minuten-Strafe. Das Boxplay funktioniert aber erneut ausgezeichnet. Und kommt doch mal ein Abschluss der Deutschen, ist Mayer zur Stelle. Und Augenblicke nachdem Ambühl zurück auf dem Eis ist, muss auch dessen Linienpartner Corvi für zwei Minuten raus. In Überzahl (!) kassieren auch die Deutschen die erste Strafe. Und die hats in sich: Nach einem Check gegen Haas gibt es fünf Minuten gegen Seider. Der NHL-Verteidiger muss zusätzlich unter die Dusche. Eine herbe Schwächung für das deutsche Team. Und das erste Powerplay für die Schweiz! Doch dieses ist genauso harmlos wie jenes der Deutschen: Kaum ein gefährlicher Abschluss aufs Tor. Und so fällt der Treffer dann halt bei fünf gegen fünf auf der anderen Seite. Die Schweizer bringen eine Scheibe nicht raus. Peterka lässt Ambühl aussteigen und trifft zum 2:1. Es kommt noch bitterer! In Unterzahl (!) laufen die Schweizer in einen Konter. Stachowiak bedient Sturm: 3:1.