Dies änderten die Lakers am Freitag vor 4696 Zuschauern, und dies zahlte sich aus. Mosimann erzielte in der 19. Minute den Ausgleich, als Corsin Casutt vor dem gegnerischen Tor für Verkehr sorgte. Beim 2:1 von Kevin Clark im ersten Powerplay des gesamten Spiels war es Roman Schlagenhauf, der Schlegel die Sicht nahm. Die Heimteam führte so in der 27. Minute, obwohl es bis dahin offensiv kaum in Erscheinung getreten war. «Wir hatten auch zuvor schon Chancen», widersprach Mosimann, «und wir können nicht während 60 Minuten Tempohockey spielen.» Wohl habe sein Team aber während 60 Minuten durchgezogen, führte der 24-jährige Stürmer an, «und man sah, wozu es führt, wenn wir dies machen.»
Vor allem um das eigene Tor herum verhielten sich die Lakers clever und abgeklärt. Nach einer kurzen Druckphase in den Anfangsminuten, die prompt zum 1:0 von Roger Karrer (5.) führte, war die Offensivabteilung der ZSC Lions weitgehend abgemeldet. Und als sie erst mal zurücklagen, machten die Zürcher einen planlosen Eindruck. Auch wenn sie dezimiert und nur mit drei Ausländern antraten, hatten die Lions das um einiges talentiertere Team auf dem Eis. In spielerische Vorteile konnten sie dies nicht ummünzen. Es war bezeichnend, dass es bis zur 43. Minute dauerte, ehe sich die Lakers erstmals nur mit einem Foul zu helfen wussten. Doch auch in numerischer Überzahl wusste das Team von Trainer Arno Del Curto nichts anzufangen – nicht mal in doppelter während 36 Sekunden in der Schlussphase.
Zu diesem Zeitpunkt führten die Lakers schon 3:1. Verteidiger Timo Helbling hatte in der 49. Minute sein erstes Tor in den Farben der Lakers erzielt – mit einem Schuss aus der Ferne und begünstigt dadurch, dass sich diesmal Cedric Hüsler vor dem Zürcher Tor postiert hatte. Den Schlusspunkt setzte nochmals Mosimann, als er in der Schlussminute ins leere Tor traf.
Drei der vier Treffer gingen damit auf das Konto der Schweizer. Die Lakers waren gestern nicht von der Produktion ihrer vier Importstürmer abhängig. «Dies tut uns gut, dies tut aber auch unseren Nordamerikanern gut», erklärte Mosimann. Er fügte an, dass im Team der Lakers keiner sei, der sich selbst hervorhebe. «Darum sind wir in den letzten Wochen auch nie zusammengebrochen.»
Rapperswil-Jona – ZSC Lions 4:1 (1:1, 1:0, 2:0)
4696 Zuschauer. – SR Eichmann/Urban, Fuchs/Schlegel.
Tore: 5. Karrer (Bodenmann, Hollenstein) 0:1. 19. Mosimann (Mason, Profico) 1:1. 27. Clark (Wellman, Casutt/Ausschluss Chris Baltisberger) 2:1. 49. Helbling (Primeau) 3:1. 60. (59:00) Mosimann (Casutt) 4:1 (ins leere Tor).
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 2-mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Hächler, Maier; Iglesias, Schmuckli; Gähler, Profico; Helbling, Gurtner; Clark, Knelsen, Wellman; Kristo, Schlagenhauf, Spiller; Mosimann, Mason, Casutt; Primeau, Ness, Hüsler.
ZSC Lions: Schlegel; Berni, Phil Baltisberger; Noreau, Geering; Karrer, Marti; Sutter; Herzog, Backman, Prassl; Bodenmann, Suter, Hollenstein; Chris Baltisberger, Moore, Ulmann; Miranda, Schäppi, Bachofner.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Berger (krank) und Gilroy. ZSC Lions ohne Blindenbacher, Klein, Cervenka, Flüeler, Nilsson, Wick (alle verletzt) und Pettersson (krank). – Pfosten-/Lattenschüsse: 29. Schlagenhauf, 32. Moore, 56. Karrer. – Time-out ZSC Lions (49.). – ZSC von 58:40 bis 59:00 ohne Goalie.