Brignone ausser sich: «Für mich war es das unfairste Rennen meines Lebens»
Federica Brignone ist ausser sich. An der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Cortina d'Ampezzo schied die italienische Mitfavoritin in den Viertelfinals aus. Grund für ihren Ärger: Die beiden Kurse im Parallelriesenslalom waren so unterschiedlich, dass ein fairer Vergleich unmöglich war. Zwar fuhren die Athleten auf beiden Pisten gegen ihre direkten Konkurrenten, jedoch wurde der Zeitvorsprung bei 50 Hundertstel gedeckelt. Sprich, auch wenn man auf dem schnelleren Kurs über 50 Hundertstel schneller gefahren ist – und das taten eben die meisten – startete man beim zweiten Lauf mit «nur» 50 Hundertstel Vorsprung. Die Fahrerin, die zuerst auf dem langsameren Kurs startete, konnte im zweiten Lauf auf der schnelleren Strecke zumeist die 50 Hundertstel locker aufholen und hatte damit einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil.
Brignone lässt Ärger freien Lauf
Das brachte Brignone nach dem Rennen im Interview mit dem Schweizer Fernsehen (SRF) so richtig auf die Palme. «Für mich war es das unfairste Rennen meines Lebens. Und wir sind an den Weltmeisterschaften!»
Auch die beiden Schweizer Topfavoriten Loic Meillard und Wendy Holdener seien benachteiligt gewesen. Meillard holte zwar die zweite Bronzemedaille, Wendy Holdener schied jedoch – wie Brignone – bereits im Viertelfinal aus. Dies obwohl die beiden Läufe der Schweizerin zusammen schneller waren, als jene ihrer Konkurrentin Paula Moltzan aus den USA.