«Es wäre mehr drin gelegen»
Andres Ambühl gehörte an der diesjährigen WM zu den produktivsten Schweizer Skorern. Vier Tore und ein Assist standen am Ende in seiner Statistik. Somit schraubte er sein Total an in der Nationalmannschaft geholten Skorerpunkten auf 145, womit er den ehemaligen HCD-Stürmer Jörg Eberle überholte und neuer Rekordhalter in dieser Disziplin ist. Zeitweise sorgte Ambühl – notabene als ältester Spieler des diesjährigen WM-Turniers – in einer Linie mit HCD-Kollege Enzo Corvi und NHL-Aushängeschild Nino Niederreiter für gehörigen Durchzug in den gegnerischen Verteidigungslinien.
Die emotionalsten Momente erlebte Ambühl wohl während des Vorrundenspiels gegen die Tschechen: Beim 4:2-Sieg traf er zweimal und wurde zum besten Spieler der Schweizer erkoren. Dass ihn die Schweizer Fans im lettischen Riga so gefeiert hätten, sei schon berührend gewesen, gab der HCD-Captain – in der Nati Assistent von Captain Niederreiter – gegenüber den Medien unumwunden zu. Das bestätige einen, nicht alles falsch gemacht zu haben. Dann kam der Viertelfinal gegen Deutschland, der mit 1:3 verloren ging, was gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Abschied der Schweiz aus dem WM-Turnier war. Eigentlich wäre man gerne noch weiter gekommen und hätte Revanche an den Deutschen für schmerzliche Niederlagen in den Vorjahren nehmen wollen. Doch letztendlich kam dann doch alles anders, als man es sich ausgemalt hatte.
DZ: Andres Ambühl, wie fällt Ihre WM-Bilanz aus?
Andres Ambühl: Letztendlich doch relativ enttäuschend. Wir hatten eine gute Vorrunde, danach ist es halt aber so, dass die Entscheidung in einer Partie fällt. Es wäre definitiv mehr dringelegen.
Wie sind Sie mit Ihrer eigenen Leistung zufrieden?
Meine Leistung war ok, akzeptabel. Aber wenn man im Viertelfinal aussscheidet, kann niemand zu 100 Prozent zufrieden sein. Schlussendlich geht es darum, zu gewinnen und weiterzukommen.