Aus der Kabine direkt in die Isolation
Der 23. Dezember 2021 wird Simon Knak in Erinnerung bleiben. «Ich war gerade daran, mich in Red Deer in der Kabine im Eisstadion auf das Training vorzubereiten, meine Schlittschuhe hatte ich bereits geschnürt», erzählt der 19-jährige HCD-Stürmer. «Da kam unser Teamarzt Simon Schaller rein und sagte zu mir ‹Simon, du hast leider Corona›. Das Training wurde unverzüglich abgebrochen. Die ganze Mannschaft musste vorsichtshalber für zwei Tage in Quarantäne, ich selber wurde als einziger positiv Getesteter des Teams im Hotel für zehn Tage in einem Einzelzimmer isoliert.»
«Das Schlimmste war das Essen»
Für Knak war die Hiobsbotschaft ein Schock. «Ich wies keine Corona-Symptome auf. Nun musste ich während zehn Tagen meine Zeit allein im Hotelzimmer totschlagen», sagt er. «Filme und Serien via Netflix schauen sowie häufig mit der Freundin und der Familie in der Schweiz telefonieren» prägten seinen Alltag. Dank Video-Calls blieb der Pechvogel in Kontakt mit der Mannschaft und so auch ins Team involviert. Er versuchte, einen gewissen Tagesrhythmus aufrecht zu erhalten. Auf das Zimmer erhielt er ein Velo, «auf dem ich mich jeweils während 45 Minuten bis eine Stunde wenigstens bewegte, ohne allerdings den Puls hochzujagen. So empfand ich das Ganze als nicht allzu schlimm», bemerkt Knak. «Ab dem siebten Tag war es trotzdem fast nicht mehr auszuhalten: stets auf den gleichen paar Quadratmetern im Zimmer ohne frische Luft.» Am schlimmsten sei es jedoch mit der Verpflegung gewesen, die jeweils vor seine Zimmertür gestellt wurde. «Ich erhielt das tägliche Hotelessen. Es war schlecht. Ich konnte nichts individuell bestellen, auch nichts von ausserhalb, keinen feinen Burger», so Knak.
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